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Swisscom-Titel geben weniger stark nach als Gesamtmarkt

Swisscom-Aktien stehen am späteren Morgen im Minus, doch weniger stark als der Gesamtmarkt. Bei den präsentierten Neunmonats-Zahlen lag Swisscom beim Umsatz zwar unter, beim Gewinn jedoch über den Erw

Veröffentlicht am 09.11.2011

Die Aktien der Swisscom stehen am späteren Mittwochmorgen zwar im Minus, zeigen sich aber klar fester als der Gesamtmarkt. Das vom Schweizer Telekommunikationskonzern für die ersten neun Monate 2011 veröffentlichte Ergebnis liegt beim Umsatz zwar leicht hinter den Konsensschätzungen zurück, auf den Stufen EBITDA, EBIT und Reingewinn aber darüber. Die Firmenverantwortlichen halten ausserdem an ihren bisherigen Prognosen für 2011 fest. Analysten sprechen insgesamt von einem soliden Ergebnis.

Kurz vor Mittag liegen die Swisscom-Papiere bei leicht überdurchschnittlichen Volumen 0,5 Prozent tiefer auf dem Stand von 350,30 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil rund 1,3 Prozent tiefer.

In ersten Analystenkommentaren werden die Neunmonatszahlen trotz der schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung als gut beurteilt. Dem Unternehmen seien im dritten Quartal ertragsseitig grössere Fortschritte gelungen. Auch die Aussagen zur diesjährigen Dividendenausrichtung (mindestens 21 Franken) werden in Expertenkreisen begrüsst und als beruhigend bezeichnet.

Operative Entwicklung positiv

Der Umsatz sei zwar mehr gesunken als erwartet, insgesamt sei die operative Entwicklung aber positiv, meint etwa die ZKB. Trotz sinkenden Umsätzen sei die Profitabilität verbessert worden. «Gut gefällt uns die operative Entwicklung bei Fastweb, wo sich die strengere Gangart langsam bezahlt macht», so die Staatsbank weiter. Die Einstufung bleibt «Übergewichten».

Auch Wegelin spricht von einem «mehrheitlich soliden Ergebnisausweis». Investoren sollten weiterhin am Draht bleiben. Auch in stürmischeren Zeiten seien die Titel, denen gerne der «Langweiler-Status» anhafte, dank der starken Marktposition in der Schweiz ein verlässlicher Wert gewesen. Angesichts der Börsenturbulenzen und den tiefen Zinsen sei das attraktive Dividendenversprechen ein durchschlagendes Argument.

Bei Vontobel ist die Rede von einer «grösstenteils erwartungsgemäss» ausgefallenen Performance, wobei Fastweb wie erwartet schwach geblieben sei. Insgesamt könne sich das Ergebnis aber durchaus sehen lassen. Dies zeige, dass Swisscom ihre attraktive Dividendenpolitik trotz des schwierigen Marktumfelds aufrechterhalten werden könne. Bei einem Kursziel von 390 Franken wird die Einstufung «Hold» bestätigt.

Die Bank Sarasin ihrerseits spricht insgesamt von «ziemlich uninspirierenden» Zahlen und bestätigt ihre Einstufung «Neutral». Die Aktie werde derzeit zu einer leichten Prämie im Vergleich zur Konkurrenz gehandelt; dies sei aber gerechtfertigt, da Swisscom in einem relativ wenig kompetitiven Markt eine führende Position inne habe, was wiederum in überdurchschnittlichen Margen resultiere.

Auch Morgan Stanley bewertet das Papier mit «Neutral», dies mit einem weit ausserhalb der Reichweite scheinenden Kursziel von 465 Franken. Trotzdem sehen die Amerikaner besser Gelegenheiten innerhalb des Sektors. Zudem könne der laufende Verkaufsprozess von Orange Schweiz einen stärkeren Wettbewerb zur Folge haben, heisst es.

(rcv/awp)

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