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UBS-Chefökonom zu China: Was Anleger tun sollten

Die Talfahrt an den Börsen hat am Nachmittag nochmal zugelegt. Auch die Wall Street eröffnete mit drastischen Verlusten. UBS-Chefökonom Daniel Kalt erklärt, was jetzt für Anleger wichtig ist.

Veröffentlicht am 24.08.2015

Die Talfahrt an den Börsen nimmt zum Nachmittag noch an Tempo zu. Zum Handelsbeginn sackte der Dow Jones Industrial um rund 5 Prozent ab. Schon am Freitag hatte der US-Leitindex mit dem grössten Wochenverlust seit fast vier Jahren geschlossen. Sowohl SMI und Dax stehen heute tief im Minus: Bei haben bis zum Nachmittag über 4 Prozent verloren.

Die Abwärtsbewegung werde sich in den nächsten Tagen fortsetzen, sagt UBS-Chefökonom Daniel Kalt. «Es ist schon auch etwas Panik im Markt momentan», erklärte UBS-Chefökonom Daniel Kalt (siehe Video unten). Er sieht nicht China allein in der Verantwortung: Auch Russland und Brasilien befänden sich in der Rezession. Der Markt müsse sich jetzt darauf besinnen, dass der niedrige Ölpreis und die tiefen Zinsen nicht nur schlecht für das globale Wachstum seien, wie Kalt ausführte. «Auch Europa wächst und beschleunigt damit die Weltkonjunktur.»

Fed-Zinserhöhung erst im Dezember

Trotz China-Crash sieht Chefökonom Kalt die Märkte mittel- bis langfristig wieder höher. Dennoch wird die drastische Korrektur seiner Überzeugung nach Folgen haben. Eine Leitzins-Erhöhung durch die Fed erwartet er nicht vor Dezember.

Generell sei es in dieser Situation wichtig für Anleger, die Ruhe zu bewahren. «Die Korrektur wird sich wohl noch über einige Tage fortsetzen», so Kalt. «Darum ist es noch zu früh, um aggressiv einzusteigen.» Und weiter: «Wir denken aber, dass die Märkte mittel- und langfristig wieder höher gehen werden und dass dann der Moment zum Einstieg kommt.»

 

(me, mit Material von awp)
 

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