Der Dow Jones Industrial sackte unter die Marke von 12’000 Punkten und schloss 2,19 Prozent tiefer bei 11’866,62 Punkten. In acht Handelstagen büsste er schon fast 7 Prozent ein.

Der breiter gefasste S&P 500 sackte um 2,56 Prozent auf 1254,05 Punkte ab und fiel damit unter seinen Stand zum Jahreswechsel. An der Nasdaq gab der Composite Index um 2,75 Prozent auf 2669,24 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 2,60 Prozent auf 2292,85 Punkte.

Nach der deutlich eingetrübten Stimmung der US-Einkaufsmanager vom Vortag fielen am Dienstag auch die Ausgaben und Einnahmen der privaten Haushalte enttäuschend aus. Auch die in letzter Minute abgewendete Staatspleite der USA war dem Markt keine Stütze.

Fokus auf schwacher Konjunktur

Nach dem Abgeordnetenhaus billigte am Dienstag auch der US-Senat den erzielten Kompromiss. Der Abwärtsstrudel am Aktienmarkt verschärfte sich daraufhin aber noch. «Der Markt konzentriert sich nun ganz auf die schwächelnde Wirtschaft», sagte ein Finanzmarktexperte. Anleger ziehe es deshalb zu vermeintlich sichereren Anlagen. Gold erreichte ein neues Rekordhoch und auch der Schweizer Franken und US-Staatsanleihen waren begehrt.

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Der Dow Jones blieb ohne einen einzigen Gewinner. Schwäche zeigten aufgrund der Konjunktursorgen vor allem zyklische Werte. General Electric (GE) fielen im US-Leitindex um 4,23 Prozent auf 17,21 US-Dollar. Aktien des Mischkonzerns United Technologies erging es nur wenig besser. Sie verloren 4,14 Prozent auf 78,93 Dollar.

Schlusslicht Pfizer

Schwächster Wert waren nach Zahlen aber die Papiere von Pfizer . Sie büssten 4,63 Prozent auf 18,14 Dollar ein. Der Pharmariese hatte zwar im zweiten Quartal wegen niedrigerer Kosten und geringerer Steuern mehr verdient. Wegen der Schwäche im Heimatmarkt war der Umsatz aber leicht zurückgegangen.

Ausserhalb des Dow Jones bekamen auch Autowerte die schwach ausgefallenen Konsumdaten zu spüren. Ford-Titel fielen trotz einer Steigerung der US-Absatzzahlen für Juli um 4,05 Prozent auf 11,85 Dollar. Auch General Motors hatte im vergangenen Monat mehr Autos verkauft. Die Papiere gaben jedoch ähnlich stark um 3,63 Prozent auf 27,05 Dollar nach.

Ferner rutschten die Aktien von NYSE Euronext um 4,85 Prozent auf 31,40 Dollar ab. Der vor der Übernahme durch die Deutsche Börse stehende transatlantische Börsenbetreiber hatte im zweiten Quartal weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet.

(cms/awp)