Die Unsicherheit trieb den Goldpreis auf ein neues Rekordhoch. Gesundheits-, Telekommunikations- und Verbraucherwerte verloren am stärksten. Ein Auftrieb bei Technologiewerten hielt die Verluste jedoch in Grenzen - Apple und Hewlett-Packard waren gefragt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer auf 12'592 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,6 Prozent auf 1337 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss ebenfalls 0,6 Prozent schwächer auf 2842 Stellen.

Den Politikern in Washington läuft die Zeit für eine Einigung im erbitterten Schuldenstreit davon. Bis Dienstag in einer Woche muss die gesetzlich verankerte Grenze von bislang 14,3 Billionen Dollar angehoben werden, sonst kann die US-Regierung nicht mehr ihre Rechnungen begleichen. Auf dem Spiel steht damit auch das Top-Rating «AAA» für die USA.

Wall Street will «business as usual»

Dass es so weit kommt, kann sich an der Wall Street indes kaum jemand vorstellen. Die Politiker würden bis zur letzten Minute versuchen, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sagte Analyst Joseph Greco von Meridian Equity Partners.

«Aber wenn das erst vorbei ist, wird sich der Markt wieder auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, nämlich dass die Unternehmen gute Zahlen vorlegen.» Bis Montag hatten mehr als 150 S&P-Konzerne ihre Quartalsbilanz vorgelegt - und in drei Vierteln der Fälle die Markterwartungen übertroffen.

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Erdgasdeal mit Saudiarabien

Abwärts ging es mit einem Minus von 4,4 Prozent mit den Aktien von Research in Motion. Der BlackBerry-Hersteller gab die Streichung von rund 2000 Arbeitsplätzen bekannt. Die Abfindungszahlungen seien in den Ausblicken für das zweite Quartal und Gesamtjahr noch nicht enthalten.

Aktien von Dow Chemical schlossen 1,2 Prozent höher. Der US-Branchenriese und der saudiarabische Ölgigant Aramco gaben in Saudi-Arabien den Startschuss für eine der grössten Petrochemieanlagen der Welt. Dow erhält mit dem Geschäft Zugang zu den immensen Erdgasbeständen Saudi-Arabiens und rückt näher an Kunden in Europa, Asien und Afrika ran.

(cms/sda)