Der russische Investor Viktor Vekselberg hält definitiv 62,86 Prozent an Sulzer. Damit ist der Anteil des Endergebnisses gegenüber dem provisorischen Schlussresultat des Übernahmeangebots unverändert, wie aus Mitteilungen von Renova und der federführenden Bank UBS vom Donnerstag hervorgeht.

Das Finanzvehikel Tiwel, über das Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova das Übernahmeangebot durchführte, hält demnach nun 21,5 Millionen Sulzer-Aktien. Die wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen durch Renova und Sulzer, die notwendig sind, seien in Südafrika, Deutschland und den USA angemeldet worden, heisst es weiter. In Russland erfolge die Anmeldung so rasch als möglich.

Vollzug bis Mitte Dezember

Der Vollzug des Angebots sei für Mitte Dezember 2015 zu erwarten, präzisiert Renova in ihrer Mitteilung. Bislang hiess es, der Vollzug finde voraussichtlich im Verlauf des vierten Quartals statt. Bis Ende Juli hatte Vekselbergs Renova noch knapp weniger als ein Drittel an Sulzer gehalten. Ursprünglich war eine wesentliche Erhöhung der Beteiligung nicht das Ziel. Renova wollte stattdessen mit dem Pflichtangebot den Weg für einen Aktienrückkauf freimachen.

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Denn wegen ihrer bereits hohen Beteiligung wäre sie bei einem Aktienrückkauf wahrscheinlich dazu gezwungen worden, ein solches Pflichtangebot zu lancieren. So erwarb Renova Ende Juli einige Aktien, überschritt damit die Schwelle von einem Drittel und musste gemäss Börsengesetz ein Übernahmeangebot lancieren. Dabei bot Renova lediglich den Mindestpreis von 99,20 Franken.

(awp/gku/ama)