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Vorbörse: US-Wirtschaft und Asien im Blick

Die Schweizer Börse dürfte knapp gehalten eröffnen. Sorgen um die US-Wirtschaft dürften für einen schwächeren Handelsstart sorgen. Auch Daten aus Asien bereiten den Händlern Sorgen.

Veröffentlicht am 14.06.2011

Die Sorgen um die Schuldenprobleme der USA dürften für einen schwachen Handelsstart an der Schweizer Börse sorgen. Zudem hätten die jüngsten Konjunkturdaten aus China eine nachlassende Dynamik des dortigen Exportsektors gezeigt. Aus Asien kommen so auch divergierende Impulse: In Tokio schloss die Börse leicht höher, in Schanghai kam es zu deutlicheren Abgaben.

Von der Makro-Seite her sind im Handelsverlauf kaum weitere Impulse zu erwarten. Es stehen noch Daten zu den Erzeugerpreisen und zur Industrieproduktion aus Grossbritannien und zu den Im- und Exportpreise aus den USA an.

Der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI notiert um 08.25 Uhr um 0,27 Prozent tiefer auf 6254,20 Punkten. Entsprechend halten sich die Kursveränderungen mit einer Ausnahme in engeren Grenzen dem allgemeinen Trend entsprechend. Transocean legen um 0,5 Prozent zu, nachdem die Titel am Vortag an der Schweizer Börse bereits um 2,3 Prozent und in New York um vier Prozent avancierten.

Unter den SMI-/SLI-Titeln ist die News-Lage sehr übersichtlich. Entwarnung hinsichtlich Eigenkapitalanforderungen soll für die Grossbanken kommen, die aber zu den leicht grösseren Verlierern gehören. Gemäss der "NZZ" scheint eine politische Lösung im Zahlenstreit gefunden worden zu sein und soll die EK-Quote für die CS (Aktie: -0,4 Prozent) und UBS (-0,5 Prozent) 19 Prozent der risikogewichteten Aktiven nicht überschreiten. Vor Monatsfrist hatte die CS gewarnt, dass die 19prozentige Quote für das Stammhaus faktisch einer Vorschrift von 26 Prozent auf Konzernebene entspreche.

Weitere News gibt es zu CS. Die Grossbank zahlt dem Halbleiterhersteller STMicroelectronics im Rahmen eines Rechtsstreits im Zusammenhang mit sogenannten ARS-Wertpapieren Schadenersatz im Umfang von 356,8 Millionen US-Dollar.

Unter den defensiven Titeln dürften Novartis (-0,2 Prozent) etwas unter einer Ratingsenkung durch Barclays auf "Underweight" (Kursziel: 53 Franken) zu leiden haben. Nach dem soliden ersten Quartal habe er mit einer Anpassung der Ertragserwartungen im dritten Quartal gerechnet, schreibt Analyst Mark Purcell. Durch den früher als erwarteten Markteintritt von Femara-Generika und Mengenverluste in der kardiovaskulären Franchise rechne er aber nun bereits im zweiten Quartal mit einer Revision, wird die Herabstufung begründet.

Roche (-0,3 Prozent) und Nestlé (-0,2 Prozent) entwickeln sich ebenfalls im Rahmen des Trends, ebenso die defensiven Swisscom (-0,2 Prozent).

Die Konjunkturängste könnte allerdings vergleichsweise stärker auf die Kurse von zyklischen Aktien weltweit agierender Unternehmen drücken wie ABB, Adecco oder Holcim (alle -0,4 Prozent).

Mehr News kommen aus dem breiten Markt. Dabei dürften die Sulzer-Titel nach dem überraschenden Wechsel von CEO Ton Büchner an das Steuer von Akzo Nobel im Mittelpunkt stehen.

CWK hat im ersten Halbjahr 2010/11 die Gesamtleistung leicht sowie EBIT- und Reingewinn deutlich steigern können. Und Emmi kauft mit der Übernahme des italienischen Dessertherstellers A-27 rund 65 Millionen Euro Umsatz zu.

 

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