Die wichtigsten US-Aktienindizes sind am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial gab um 1,14 Prozent auf 12'151 Punkte nach. Der Index würde bei diesem Stand das Jahr dennoch mit einem Plus von knapp 5 Prozent abschliessen. Die wichtigsten europäischen und asiatischen Indizes hingegen werden 2011 aller Voraussicht nach deutlich im Minus beenden.

Der breiter gefasste S&P 500 fiel am Mittwoch nach fünf Gewinntagen in Folge um 1,25 Prozent auf 1249 Punkte. An der Nasdaq sank der Composite-Index um 1,34 Prozent auf 2589 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,14 Prozent auf 2267 Punkte.

Händler verwiesen darauf, dass die Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) an die Banken der Euro-Zone in der Vorweihnachtswoche auf 879 Milliarden Euro und die EZB-Bilanzsumme auf 2,73 Billionen Euro gestiegen ist.

Zudem habe der Internationale Währungsfonds (IWF) noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob und wann Hilfsprogramme für Ungarn anlaufen sollten. «Ungarn selbst ist keine grosse Sache», betonte der Händler. Für Banken, die dort investiert seien, ergäben sich damit aber weitere Unsicherheiten. In einem dünnen Markt könnten selbst solche Nachrichten für Bewegung sorgen.

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Börsenbetreiber lassen sich Zeit mit Fusion

Alle Sektoren notierten im Minus. Besonders deutlich erwischte es Rohstofftitel. Die als defensiv eingestuften Telekommunikationswerte rutschten hingegen am wenigstens ab.

NYSE Euronext verloren 1,41 Prozent. Der Börsenbetreiber und die Deutsche Börse lassen sich nun offiziell bis Ende März Zeit für die geplante Fusion.

Der 31. März 2012 ist - wie mehrfach berichtet - den Fusionsvereinbarungen vom Februar 2011 zufolge der letztmögliche Zeitpunkt, an dem sämtliche Genehmigungen der mehr als 40 in den Prüfungsprozess involvierten Wettbewerbs-, Aufsichts- und Regulierungsbehörden vorliegen müssen. Sollte dies nicht der Fall sein, verliert das Fusionsangebot seine Gültigkeit.

Sears nur etwas leichter

Sears Holding gaben nach dem deftigen Kursrutsch am Vortag nur unterdurchschnittlich nach.

Nachdem die Aktien des Einzelhändlers am Vortag wegen schwacher Weihnachtsgeschäfte und der daraus folgenden Schliessung von bis zu 120 Geschäften mehr als ein Viertel ihres Wertes verloren hatten, ging es am Mittwoch um 0,15 Prozent nach unten.

Cavium rutschten um 1,19 Prozent ab. Der Chiphersteller hatte seinen Umsatzausblick für das vierte Quartal gekürzt.

(tno/awp)