Angesichts der Hoffnung auf eine neue Geldspritze der US-Notenbank Fed zur Bewältigung der Konjunkturflaute sind die US-Börsen mit moderaten Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dow Jones Industrial stieg um 0,34 Prozent auf 10'854,65 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche noch um insgesamt mehr als vier Prozent abgesackt war. Zeitweise war der US-Leitindex sogar bis auf 11'020 Punkte geklettert, musste dann aber im Handelsverlauf einen Grossteil der Gewinne wieder abgeben.

Der breiter gefasste S&P 500 legte zum Wochenstart um minimale 0,03 Prozent auf 1123,82 Punkte zu. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Auswahlindex Nasdaq 100 0,32 Prozent auf 2044,73 Punkte, für den Composite-Index ging es am Ende um 0,15 Prozent auf 2345,38 Punkte nach oben. Letzterer hatte in der vergangenen Woche sogar mehr als sieben Prozent an Wert eingebüsst.

Unsicherheit weiter gross

Bei Anlegern mehre sich die Hoffnung, dass Fed-Chef Ben Bernanke bei dem Notenbanktreffen am Freitag in Jackson Hole eine weitere Runde der quantitativen Lockerung ("QE3") ankündigen werde, hiess es am Markt. Dass es im späten Handel mit den Kursen wieder nach unten ging, führten Experten darauf zurück, dass die Unsicherheit trotz allem nach wie vor gross sei. Es sei weiterhin mit deutlichen Kursschwankungen zu rechnen, sagte ein Börsianer.

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Im Dow erklommen die Titel von Hewlett-Packard die Spitze, sie verteuerten sich um 3,60 Prozent auf 24,45 Dollar. Börsianer verwiesen auf einen Bericht der «New York Post». Demnach könnte HP in Folge des jüngsten Kursrückgangs nach dem angekündigten, milliardenschweren Kauf des britischen Software-Herstellers Autonomy ein Übernahmeziel für Oracle werden. Oracle-Titel selbst schlugen sich ebenfalls überdurchschnittlich gut und gewannen 1,13 Prozent auf 25,06 Dollar.

Bank of America am Dow-Ende

Zu den besten Dow-Titeln zählten auch die Aktien von Boeing mit plus 1,46 Prozent auf 58,38 Dollar. Dem Flugzeughersteller winkt nach Informationen aus Kreisen ein Grossauftrag der Fluggesellschaft Delta Air Lines .

Abgeschlagenes Schlusslicht im Dow waren die Aktien der Bank of America mit einem Minus von 7,89 Prozent auf 6,42 Dollar. Börsianer führten dies darauf zurück, dass die US-Bank nun angeblich ihren zehnprozentigen Anteil an der China Construction Bank (CCB) doch nicht komplett verkaufen will. Das wiederum würde neue Fragen zur künftigen Kapitalstrategie der Bank of America aufwerfen, hiess es.

Energietitel uneinheitlich

Die Aktien von Goldman Sachs rutschten kurz vor Handelsschluss binnen kurzer Zeit deutlich ab und gingen schliesslich mit einem Minus von 4,70 Prozent auf 106,51 Dollar aus dem Handel. Einem Medienbericht zufolge soll Bankchef Lloyd Blankein einen renommierten Strafverteidiger angeheuert haben. Das könnte darauf hindeuten, dass man einige Rechtsstreitigkeiten sehr ernst nehme, heisst es in dem Bericht.

Energietitel konnten nur zu Beginn von den Nachrichten aus Libyen profitieren. In dem nordafrikanischen Land zeichnet sich ein Ende des Gaddafi-Regimes ab, was zu einer baldigen Normalisierung der Ölförderung in Libyen führen könnte. Im Zuge eines sinkenden Brent-Ölpreis verloren die Papiere des Ölfeldausrüsters Schlumberger dennoch 0,86 Prozent auf 72,49, die Aktien von ConocoPhillips büssten 0,41 Prozent auf 63,33 Dollar ein. Die Papiere von ExxonMobil gingen dagegen mit plus 0,54 Prozent auf 70,18 Dollar aus dem Handel.

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Das neuerliche Rekordhoch des Goldpreises kam den Anteilsscheinen von Barrick Gold zugute, die um 2,62 Prozent auf 51,64 Dollar zulegten. Einen Sprung um rund achteinhalb Prozent legten die Aktien der Billigladen-Kette 99 Cents Only Stores hin. Einem Medienbericht zufolge ist der Finanzinvestor Apollo an dem Unternehmen interessiert.

(laf/awp)