Der New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursverlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 3,2 Prozent auf 11'780 Punkte nach.
Der breiter gefasste S&P-500 fiel 3,7 Prozent auf 1229 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,9 Prozent auf 2621 Punkte.

Die Krise in Italien hat am Mittwoch auch die Wall Street erschüttert. Der angekündigte Rücktritt von Regierungschef Silvio Berlusconi vermochte es nicht, den US-Anlegern die Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit Italiens zu nehmen.

Die Renditen für italienische Anleihen durchbrachen die kritische Marke von sieben Prozent und liegen damit auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro 1999.

Besonders der Bankensektor leidet unter den Hiobsbotschaften aus Europa. Der KBW Bankenindex fiel um 5,9 Prozent. Besonders hart traf es die Investmentbanken: Die Anteilsscheine von Morgan Stanley verloren neun Prozent, das Papier von Goldman Sachs büsste 8,2 Prozent ein.

Die Schuldenkrise hinterlässt auch Spuren in der Bilanz des grössten US-Autobauers General Motors . Die Opel-Mutter nahm ihr Ziel zurück, in Europa auf bereinigter operativer Basis im Gesamtjahr die Verlustzone hinter sich zu lassen. Das sei wegen der wirtschaftlichen Lage dort nicht zu schaffen, räumte der Konzern ein. Die Aktie gab knapp elf Prozent nach.

Adobe stellt Flash für Mobilgeräte ein - Sieg von Apple

Im Blickpunkt der Anleger standen auch die Papiere von Adobe Systems . Der US-Softwarehersteller kündigte an, mehr als sieben Prozent seiner Stellen zu streichen. Ausserdem gab Adobe bekannt, die Entwicklung des populären Flash-Players für Mobilgeräte einzustellen.

Damit ist der Kampf um einen einheitlichen Standard für Videos und Grafiken im Internet praktisch zugunsten von Apple entschieden. Der iPhone-Hersteller baut bei seinen Mobilgeräten auf HTML5. Adobes Anteilsscheine brachen um knapp 7,7 Prozent ein. Apple-Papiere notierten 2,7 Prozent niedriger.

Im Vorfeld der Quartalszahlen gaben Cisco Systems 3,8 Prozent nach. Der einstige Technologievorreiter wolle nach Börsenschluss über die jüngste Geschäftsentwicklung informieren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,11 Milliarden Aktien den Besitzer. 285 Werte legten zu, 2743 gaben nach und 42 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,15 Milliarden Aktien 312 im Plus, 2204 im Minus und 77 unverändert.

(rcv/sda)

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