Sorgen über die Wachstumsaussichten in den USA und negative Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise haben die New Yorker Aktienmärkte am Dienstag belastet.

Händler verwiesen auf die jüngste Mitteilung der US-Notenbank Fed, aus der sie keine konkreten Hinweise für neue Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft herauslesen konnten. Nach anfänglichen Kursgewinnen wegen des höheren Ölpreises drehten die Börsenbarometer im Handelsverlauf ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss rund 0,55 Prozent schwächer bei 11'954 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11'904 und 12'147 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 verlor rund 0,9 Prozent auf 1225 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab rund 1,3 Prozent ab auf 2579 Punkte.

Die Fed hatte deutlich gemacht, dass sie sich nach dem Abflauen der Rezessionsgefahr vorerst mit neuen Konjunkturspritzen zurückhalten wird. Der Offenmarktausschuss beschloss, den historisch niedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent beizubehalten.

Bernanke hält Tür für weitere Programme zur Stützung der Konjunktur offen

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Daran soll sich auch bis Mitte 2013 nichts ändern. Angesichts der weltweiten Turbulenzen im Sog der Euro-Krise halten sich die Notenbanker um Gouverneur Ben Bernanke allerdings auch die Tür für weitere Ankaufprogramme zur Stützung der lahmenden Konjunktur offen. Die Investoren hatten sich aber mehr erhofft.

Bei den Verlierern stachen vor allem die Finanzwerte hervor: Die Papiere von Bank of America gaben 2,4 Prozent ab, die Aktien der Citigroup büssten 1,2 Prozent an Wert ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 920 Millionen Aktien den Besitzer. 845 Werte legten zu, 2145 gaben nach, und 100 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 580 im Plus, 1938 im Minus und 116 unverändert.

(rcv/sda)