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Was an den Finanzmärkten glänzte, was abstürzte

Öl, Gold, Athen: Überall lief es nicht gut.   Keystone

Was haben die Athener Börse und Gold gemeinsam? Sie gehören zu den Verlierern 2014 an den Finanzmärkten. Doch mit einem dicken Minus sind sie nicht alleine.

Veröffentlicht am 30.12.2014

Die Ukraine-Krise und der Ölpreis -Verfall haben 2014 für Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten gesorgt. Vor allem die russische Börse kam unter die Räder. Dem Land brechen die Einnahmen aus den Rohstoff-Exporten weg. Ausserdem leidet die Wirtschaft unter westlichen Sanktionen wegen der Rolle der Moskauer Regierung im Ukraine-Konflikt.

Dies sorgte für den größten Kursverfall des Rubel seit der Russland-Krise 1998. Für den Moskauer Aktienindex RTS, bei dem die Aktienkurse der dort gelisteten Werte in Dollar berechnet werden, war es bislang das schwärzeste Jahr seit der Pleite der amerikanischen Bank Lehman Brothers.

Öl-Sorten Brent und WTI brechen ein

Auch die wichtigen Öl-Sorten Brent und WTI stehen vorm dem größten Kursrutsch seit 2008. Wegen eines weltweiten Überangebots und der schwächelnden Wirtschaft in China und der Euro-Zone kostet dieser Rohstoff derzeit so wenig wie zuletzt im Frühjahr 2009.

Der Rubel war allerdings nicht der einzige Leidtragende des Ölpreis-Rückgangs. Auch die Währungen anderer Exporteure wie Norwegen und Kanada gingen in die Knie. Die US-Valuta profitierte dagegen von der Aussicht auf eine Zinserhöhung der Notenbank Fed im kommenden Jahr. Dies verhalf dem Dollar-Index, der die Kursentwicklung zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, zum bislang grössten Jahresgewinn seit 2005.

Metalle unter Druck

Die trüben Konjunkturaussichten belasteten auch die Metalle. Kupfer verbuchte bislang sein schwärzestes Jahr seit 2011. Gold konnte nicht von seinem Ruf als sicherer Hafen profitieren. Ihm machte die Aufwertung des Dollar zu schaffen, der das Edelmetall für Investoren ausserhalb der USA verteuert.

Für Unruhe unter Investoren sorgte auch die vorgezogene und dann gescheiterte Präsidentenwahl in Griechenland. Wegen Spekulationen auf eine Abkehr des Mittelmeer-Anrainers von seinem Sanierungskurs verlor der Athener Leitindex bislang so stark wie zuletzt zum Höhepunkt der europäischen Schuldenkrise 2011. Dagegen war es in der Schweiz ein gutes Jahr. Der Swiss Market Index legte rund 10 Prozent zu.

(reuters/se)

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