An der Tokioter Börse hat der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,68 Prozent verloren und ist damit unter die psychologisch wichtige 9000er-Marke auf 8944 Punkte gefallen. Es war der sechste Handelstag in Folge mit Kursverlusten. Der breit gefasste Topix rutschte um 1,59 Prozent ab auf 770,39 Punkte.

«Der weltweite Kursrutsch an den Börsen setzt sich fort», hiess es von Händlern. Mittlerweile seien die Kriterien für einen sogenannten «Bärenmarkt» an der japanischen Börse erfüllt. Mit Spannung werden nun die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Anschluss an die Zinsentscheidung in den USA erwartet.

Der Markt in Hongkong fiel um mehr als 3 Prozent. Die südkoreanische Börse in Seoul rutschte 3,6 Prozent ab. Der australische Markt in Sydney drehte im Verlauf ins Plus und legte leicht zu. Der chinesische Leitindex in Shanghai tendierte mit einem minimalen Verlust.

Anleger flüchteten in als sicher erachtete Anlagen: Sowohl Gold wie auch der Schweizer Franken kletterten auf Rekordstände. Investoren verlieren offenbar zunehmend das Vertrauen in die USA und in Europa, dass diese die Schulden schnell in den Griff bekommen und eine  Rezession verhindern können.

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Der Euro kostet nur noch 1,0605 Franken

Der Goldpreis kletterte auf neue Höchststände. Das Edelmetall verteuerte sich auf rund 1748 Dollar je Feinunze.

Ungeachtet der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), zur Eindämmung der Schuldenkrise italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen, verlor der Euro an Wert und fiel auf 1,4233 Dollar nach 1,4168 Dollar im späten New Yorker Handel.

Die Verunsicherung an den Devisenmärkten beeinflusste vor allem den Franken, der gegenüber dem Euro auf ein Rekordhoch kletterte. Der Euro fiel auf ein Rekordtief von 1,0605 Franken, erholte sich danach aber wieder leicht. Der Dollar verlor ebenfalls gegenüber dem Franken und pendelte mit 0,7543 Franken nahe dem am Vortag erreichten Rekordtief von 0,7483 Franken.

(cms/tno/awp)