Noch dauert es einige Monate, bis die Aktionäre in den Genuss der nächsten Dividenden kommen. Bereits jetzt zeichnet sich aber ab, dass die zwanzig grössten Unternehmen, die im Swiss Market Index (SMI) gelistet sind, eine Rekordsumme an ihre Aktionäre ausschütten. Für das laufende Jahr schätzt der Zuger Vermögensverwalter Z Capital die gesamte Dividendensumme der SMI-Firmen auf 35,8 Milliarden Franken – 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damals wurden 34,4 Milliarden Franken ausbezahlt.

Für Schweizer Anleger sind die Dividendenerhöhungen eine gute Nachricht, zumal im Tiefzinsumfeld der Dividende wieder eine deutlich höhere Bedeutung zugemessen wird. Insbesondere Pensionskassen, Stiftungen und vermögende Privatinvestoren finanzieren mit den Zahlungen der Unternehmen ihre Budgets. 13 der insgesamt 20 SMI-Vertreter werden die Ausschüttung an ihre Aktionäre erhöhen. Bei fünf Firmen sollte die Dividende auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Einzig bei Transocean und bei Swiss Re droht eine Dividendenkürzung. Diese Einschätzungen beruhen auf  Hochrechnungen von Z Capital, welche die «Handelszeitung» exklusiv präsentiert.

GV dick anstreichen in der Agenda

Wer von diesen Dividendenaussichten profitieren will, muss vor allem auf das richtige Timing des Aktienkaufs achten. Von der Ausschüttung profitieren können nur Aktionäre, die den entsprechenden Titel am sogenannten «Record Date» im Depot halten. Dieses liegt zwischen der Generalversammlung, an der die beantragte Dividende genehmigt werden muss, und dem Ex-Dividenden-Termin. So wird der erste Handelstag bezeichnet, an dem die Aktie ohne Dividendenberechtigung gehandelt wird.

Investoren sind deshalb gut beraten, die Daten der Generalversammlungen im Auge zu behalten. Denn wer zu spät kommt, hat das Nachsehen. Wenn Aktien einen Tick zu spät – im Fachjargon ex-Dividende – gekauft werden, hat nur der Verkäufer Anrecht auf die Dividende. Alternativ können Anleger auch mit Anlageprodukten partizipieren, die auf Dividendenstrategien setzen.

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