Das Geschehen sei aufgrund der dünnen Nachrichtenlage relativ ruhig, heisst es im Markt. Dies dürfte sich auch im Verlaufe der Woche nicht allzu gross ändern. Die Q1-Saison startet erst am Freitag mit den Umsatzzahlen von Givaudan. Die ZKB erwartet auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen zunächst eine holprige Seitwärts-Entwicklung mit temporären Rückschlägen, mittelfristig, d.h. für die kommenden zwei bis vier Monate gibt sie sich hingegen weiterhin vorsichtig optimistisch.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,27 Prozent tiefer bei 6422,52 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 0,35 Prozent auf 1028,37 Zähler ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI), bei dem die Dividenden nicht herausgerechnet werden, gewinnt 0,01 Prozent auf 5865,70 Zähler.

Deutlich im Minus stehen die Aktien des Versicherers ZFS (-6,6 Prozent bzw. 17.30 Franken). Allerdings werden die Papiere ex-Dividende von 17 Franken gehandelt, so dass sich praktisch der ganze Abschlag damit erklärt. Zu den grössten Verlierern gehören auch die Titel des Personalvermittlers Adecco (-1,3 Prozent), allerdings hatte das Papier am Freitag nach guten US-Arbeitsmarktzahlen 2,9 Prozent zugelegt.

Logitech weiter im Abwärtstrend

Weiter im negativen Fokus stehen auch Logitech (-1,8 Prozent). Die Aktien des Mäuse-Herstellers hatten am Freitag nach einer Gewinnwarnung knapp 16 Prozent auf 13.95 Franken verloren. Nun kommt es zu (weiteren) Kurszielsenkungen, etwa durch Morgan Stanley (auf 12.60 Franken) oder Citigroup (auf 12.00 Franken). Die Logitech-Aktie dürfte kurzfristig weiterhin unter Druck bleiben, erneute Brokeranpassungen scheinen möglich. Ausserdem habe Logitech mit der Gewinnwarnung das Vertrauen der Investoren stark strapaziert, heisst es in einem Kommentar.

Sonova wieder im Plus

Noch immer im Zentrum des Interesses sind auch Sonova (+2,9 Prozent). Nach den Vorwürfen um Insiderdelikte letzte Woche und dem Rücktritt von CEO, CFO und VR-Präsident sei auch in nächster Zeit mit einer volatilen Entwicklung zu rechnen, heisst es. Bereits am Freitag hatte das Papier des Hörgeräte-Herstellers 2,6 Prozent zugelegt, heute profitiere das Papier ausserdem von einer Empfehlung von Kepler.

Bei den defensiven Werten zeigen sich vor allem Nestlé (+0,6 Prozent) stark, während Roche (-0,1 Prozent) und Novartis (+0,2 Prozent) nicht ganz mithalten können. Novartis-Konzernchef Joe Jimenez sagte bezüglich Druck auf die Medikamentenpreise in einem Interview am Wochenende: "Wir müssen uns anpassen, sonst enden wir im Haufen der Verlierer. Im Moment haben wir alle Chancen, zu den Gewinnern zu gehören." Die Grossbankentitel CS und UBS verlieren je rund ein halbes  Prozent.

Im breiten Markt werden u.a. AFG (+0,4 Prozent) beachtet. Edgar Oehler tritt nun auch als Verwaltungsratspräsident und Delegierter des Verwaltungsrates an der GV vom 29. April zurück, wie er am Freitag nach Börsenschluss bekannt gab. Die Machtabgabe könnte als weiterer Befreiungsschlag wirken und dürfte bei der Aktie für Support sorgen, heisst es im Kommentar einer Privatbank dazu.

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(rcv/cms/awp)