Der Online-Spiele-Spezialist ist am Freitag mit 100 Millionen Aktien und damit einem Siebtel seiner Unternehmensanteile an die Börse gegangen. Der Anbieter von Spielen wie dem virtuellen Bauernhof «Farmville» bei Facebook wurde dabei mit 7 Milliarden Dollar bewertet.

In den ersten Minuten des Handels wurden die Aktien der kalifornischen Firma zu 11 Dollar das Stück gehandelt, 10 Prozent mehr als veranschlagt. Trotz Bedenken von Analysten, dass die Aktien neuer Internet-Stars überbewertet seien, wurden sie schnell vom Markt aufgenommen.

Etwa eine Stunde vor Handelsschluss war ihr Preis allerdings auf 9,41 Dollar gefallen und hatten damit etwa 5 Prozent an Wert verloren.

Droht eine Internet-Blase?

Kritiker warnten bereits vor einer drohenden Internet-Blase: Die Aktien der in den USA erst kürzlich an die Börse gegangenen Internetfirmen Groupon und Angie's List liegen derzeit unter dem Ausgabekurs.

Zynga ist mit Onlinespielen wie «Farmville», «Cityville» und «Mafia Wars» nach eigenen Angaben Marktführer. Monatlich nutzen nach Unternehmensangaben weltweit rund 227 Millionen Internetnutzer die Spiele. Der Umsatz von Zynga verdoppelte sich 2010 binnen eines Jahres auf mehr als 597 Millionen Dollar, in den ersten neun Monaten dieses Jahres schnellte er auf rund 829 Millionen Dollar hoch.

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Der Börsengang von Zynga ist nach Google im Jahr 2004 der zweitgrösste einer Internetfirma.

(tno/sda)