Die Schweizer Börse hat am Dienstag nach den Explosionen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens ihre Verluste ausgeweitet. Bei zwei Explosionen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens wurden laut Staatsanwaltschaft mehrere Personen getötet. Vor diesem Hintergrund notierte der Leitindex SMI zuletzt um 1,3 Prozent im Minus mit 7745 Punkten. Der Franken profitierte laut Händlern von seinem Ruf als sicherer Hafen. Der Euro sank zum Franken auf 1,0885 von 1,0925 zuvor. Auch gegenüber dem Dollar schwächte sich die Einheitswährung ab.

Unter Druck standen nach Angaben von Händlern Aktien von Firmen, die stark mit der Reisebranche verbunden sind. Dazu zählten etwa die Papiere der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die sich um knapp drei und zwei Prozent abschwächten. Händler verwiesen dabei auf den negativen Effekt der Anschläge in Paris vom vergangenen November. «Paris hat tiefe Spuren bei den Umsätzen der Luxusgüterbranche hinterlassen. Nach solchen Ereignissen reisen die Leute für eine gewisse Zeit einfach weniger gerne», sagte ein Händler.

Dax und EuroStoxx verlieren

Auch der Dax startete am Dienstag 1,2 Prozent tiefer bei 9834 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor zur Eröffnung ähnlich stark und lag bei 3019 Punkten. Investoren trennten vor allem von Luftfahrt-Werten. Die Aktien von Lufthansa, Air France, die British Airways-Mutter IAG sowie die Billig-Flieger Ryanair und EasyJet fielen um bis zu 4,1 Prozent.

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Im deutschen Nebenwerte-Index MDax rutschten Kuka sogar um 6,2 Prozent. Der Roboterbauer stellte für 2016 eine rückläufige Rendite im Stammgeschäft in Aussicht.

(reuters/me)