Weltweit haben sich im ersten Quartal 2014 so viele Unternehmen an die Börse gewagt wie seit 2011 nicht mehr. Am dynamischsten entwickelte sich dabei der chinesische Markt. Auch in der Schweiz stehen drei Unternehmen in den Startlöchern für einen Börsengang.

Im ersten Quartal wurden weltweit 228 Börsengänge durchgeführt, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervorgeht. Dies entspricht einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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75 Prozent mehr Emissionsvolumen

Das Emissionsvolumen stieg dabei um 75 Prozent auf 42,6 Milliarden Dollar. Laut EY findet seit einigen Monaten vor allem in den USA und China ein richtiger Run auf die Börsen statt. Die Unternehmen nutzten die gestiegene Investitionsbereitschaft der Anleger und nähmen neues Kapital auf.

Mit Abstand am dynamischsten entwickelte sich der chinesische Markt. Die Zahl der Transaktionen stieg von 11 auf 67 und das Emissionsvolumen von 1,1 auf 11,5 Milliarden Dollar. Insgesamt wagten in Asien 112 Unternehmen den Sprung aufs Parkett und erzielten dabei insgesamt 18,5 Milliarden Dollar.

US-Börsengänge fast verdoppelt

Auch der US-Markt entwickelte sich stark. Die Zahl der Börsengänge in den USA kletterte von 33 im ersten Quartal 2013 auf 60 in diesem Jahr. Dabei wurden insgesamt 10,2 Milliarden Dollar erzielt.

Europaweit wurden im ersten Quartal dieses Jahres 38 Transaktionen, nach 28 im Vorjahr, gezählt. Das Emissionsvolumen lag bei 12,9 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um 172 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Vertrauen wieder deutlich gestiegen

EY stellt in der Mitteilung fest, dass die Schuldenkrise Börsengänge in Europa über mehrere Jahre massiv gebremst habe und das Vertrauen von Investoren und Emittenten seit dem vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen sei.

Auch der Schweizer Markt dürfte laut EY nach Abschluss der GV-Saison weiter an Dynamik gewinnen und weitere Unternehmen dürften im zweiten Quartal oder im Herbst aufs Parkett drängen. Mit dem Online-Reisebüro Bravofly, der Thurgauer Kantonalbank und der Rheintaler Industriegruppe SFS sind bereits drei konkrete Kandidaten bekannt.

(sda/vst/sim)