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Konjunkturpessimismus
Börsen in Asien folgen Wall Street auf Talfahrt

Nikkei
Nikkei-Kurs am Donnerstag: Ausverkauf an Asiens Börsen.Quelle: Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved

Börsen in Japan, China und Korea erlebten einen schwarzen Tag. Hintergrund sind Zinssorgen und der zunehmende Protektionismus.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Aus Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur fliehen Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten. Der japanische Nikkei-Index fiel am Donnerstag um 4,1 Prozent auf 22'552,31 Punkte.

Die chinesische Börse in Shanghai rutschte sogar um bis zu 5,1 Prozent ab und notierte mit 2586,46 Zählern so niedrig wie zuletzt vor vier Jahren. Der südkoreanische Leitindex steuerte mit einem Minus von 4,2 Prozent auf den grössten Tagesverlust seit sieben Jahren zu. «Bislang ist nicht absehbar, wann die Talsohle erreicht wird», sagte Analyst Chien Bor-yi vom Brokerhaus Cathay Futures.

Warnung des IWF

Genährt wurde der Konjunktur-Pessimismus von möglichen aggressiveren Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Ausserdem drückten die Warnungen des Internationalen Währungsfonds ( IWF) vor Börsenturbulenzen wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China auf die Stimmung.

Dieser Konflikt drohe nach den jüngsten US-Äusserungen weiter zu eskalieren und könnte sich länger hinziehen als bislang gedacht, sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege der Investment-Bank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley.

Yuan-Abwertung

US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte die Regierung in Peking vor einer weiteren Abwertung ihrer Währung, um die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte auf dem Weltmarkt zu verbessern. Der Yuan hat seit Jahresbeginn rund sechs Prozent verloren.

(reuters/gku)

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