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Boston-Anschlag: «Die Anleger werden sich zurückhalten»

Bill Iffrig: Der 78 Jahre alte Mann stürzte durch die Druckwelle. Er stand auf und lief ins Ziel. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Aktienmarkt wird im Minus erwartet. Gründe sind der Anschlag beim Boston Marathon und Konjunkturdaten aus China.

Veröffentlicht am 16.04.2013

Die Bombenanschläge beim Marathon in Boston und enttäuschende Konjunkturdaten aus China dürften die Schweizer Börse belasten. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,5 Prozent tiefer mit 7715 Punkten. Der SMI-Future sank um 0,3 Prozent auf 7697 Zähler.

«Die Anleger werden sich zurückhalten, bis klar ist, wer hinter den Anschlägen in Boston steckt», sagte ein Händler. Zusätzlich schüren die schwachen Wirtschaftsdaten aus China und den USA sowie der Preisverfall bei den Rohstoffen die Konjunktursorgen, hiess es weiter.

Bis zur Veröffentlichung des deutschen ZEW-Index und den Daten zur Inflation und Industrieproduktion in den USA dürften sich die Anleger bedeckt halten. Mit der Grossbank Goldman Sachs, Coca-Cola und Johnson & Johnson legen ausserdem wichtige US-Konzerne Quartalsberichte vor.

Die Biotech-Firma Actelion zeigt sich nach einer Gewinnverdopplung im ersten Quartal für das gesamte Jahr optimistischer als bisher. Auf Stufe Kerngewinn sei bereits dieses Jahr eine Rückkehr zu einem Gewinnwachstum denkbar, hiess es.

Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan steigerte im ersten Quartal den Umsatz um 3,9 Prozent auf 1,09 Milliarden Franken. Die Firma sprach von einer weiterhin starken Geschäftsdynamik.

Vögele, Sulzer, Sika

Die Bekleidungskette Vögele fuhr 2012 einen Verlust von 109 Millionen Franken ein. Der Umsatz sank auf 972 Millionen Franken. Die Firma nahm Wertberichtigungen in europäischen Ländergesellschaften vor. Aus Polen und Tschechien will sich Vögele zurückziehen.

Die Bestellungen von Sulzer gingen im ersten Quartal um 1,3 Prozent auf 987,6 Millionen Franken zurück. Für das ganze Jahr stellt der Industriekonzern ein moderates Wachstum der Aufträge in Aussicht. Sulzer setzt auf Schwellenländer und Nordamerika.

Der Umsatz von Sika sank im ersten Quartal in Lokalwährungen gerechnet leicht auf 1,04 Milliarden Franken. Im gesamten Jahr rechnet die Bauchemikalien-Firma weiterhin mit vier bis 6 Prozent Wachstum unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen.

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(tno/aho/reuters)

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