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Britisches Pfund taucht unter kritische Marke

Britisches Pfund: Wegen des Brexit hat die Währung 15 Prozent an Wert verloren. J.Swannack/CC/flickr

Der Brexit setzt dem Pfund weiter zu. So rutschte die Währung in der Nacht erstmals seit über 30 Jahren unter 1,30 Dollar. Die neue Welle der Unsicherheit dürfte auch Europas Börsen zusetzen.

Veröffentlicht am 06.07.2016

Das britische Pfund steht knapp zwei Wochen nach dem Brexit-Votum weiter unter Druck. In der Nacht auf Mittwoch rutschte die britische Währung erstmals seit 1985 unter die Marke von 1,30 Dollar. Zeitweise kostete ein Pfund nur noch 1,2798 Dollar und damit rund 22 Cent oder 15 Prozent weniger als kurz vor der Mehrheits-Entscheidung der britischen Bevölkerung, aus der Europäischen Union austreten zu wollen.

In den ersten Tagen nach dem Votum war das Pfund bis auf 1,31 Dollar abgesackt, konnte sich dann aber wieder etwas erholen und stieg wieder bis auf 1,35 Dollar. Ähnlich sah die Entwicklung an anderen Märkten aus.

Abwärtsbewegung wahrscheinlich

Inzwischen hat die Unsicherheit aber die Investoren wieder erfasst. Konjunkturabhängige Anlageklassen wie Aktien oder Öl stehen unter Druck. Gesucht sind dagegen als sichere Häfen eingestufte Investitionen in Gold oder Bundesanleihen. Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Mittwoch die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Der Broker IG taxierte den Dax drei Stunden vor dem Start des Xetra-Handels auf 9420 Punkte und damit 1,18 Prozent unter dem Stand vom Dienstag.

(awp/jfr)

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