Die EU-Wettbewerbshüter nehmen den geplanten Zusammenschluss von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) genauer unter die Lupe. Es gebe eine Reihe vorläufiger wettbewerbsrechtlicher Bedenken, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Daher werde nun eine vertiefte Prüfung eingeleitet.

«Wir müssen dafür sorgen, dass die Finanzmarkt-Teilnehmer auch weiterhin zu wettbewerbsfähigen Konditionen auf Finanzmarkt-Infrastruktur zurückgreifen können», sagte EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Durch die Fusion würde demnach der mit Abstand grösste europäische Börsenbetreiber entstehen. Die Wettbewerbshüter haben bis zum 13. Februar 2017 Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

(awp/ise)