Der US-Grossinvestor und Managerschreck Carl Icahn hat seine Ebay-Aktien verkauft. Stattdessen hat er sich in gleicher Grössenordnung an der ehemaligen Konzerntochter Paypal beteiligt.

Der wegen seiner harten Gangart umstrittene New Yorker Milliardär hält nun 46,3 Millionen Anteilscheine und damit etwa 3,8 Prozent an dem Online-Bezahldienst. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung seines Hedgefonds an die US-Börsenaufsicht vom Montag (Ortszeit) hervor.

Paypal von Ebay entkoppelt

Paypal war nach der Trennung von Ebay im Juli als eigenständiges Unternehmen an der Börse gestartet. Zuvor hatte Icahn, der für seine aggressive Einmischung in Management-Belange bekannt ist, Druck für die Abtrennung der wachstumsstarken Bezahltochter gemacht.

Dem Quartalsbericht seines Fonds zufolge hält der Investor zudem 1,36 Millionen Aktien des Versicherungsriesen AIG. Ende Oktober hatte Icahn öffentlich die Aufspaltung des Konzerns gefordert.

Paypal wächst – Ebay schrumpft

Paypal präsentierte Ende Oktober die Rechnung für die ersten neuen Monate. Das Unternehmen wies im dritten Quartal ein Plus bei den Erlösen von 14 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar aus, der Gewinn kletterte um knapp 30 Prozent auf 301 Millionen Dollar. Die einstige Mutter Ebay musste dagegen einen Umsatz- und Wachstumsrückgang bekanntgeben.

(sda/ise/ama)