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Börse
CEO verkauft Aktienpaket: Aryzta-Kurs stürzt ab

Owen Killian: Hat in zwei Tagen fast 500'000 Aryzta-Aktien verkauft. Keystone

Aryzta-CEO Owen Killian hat Hunderttausende Aktien auf den Markt geworfen, der Kurs seiner Firma bricht ein. Investoren werten den Verkauf als Warnsignal.

Veröffentlicht am 16.03.2016

Der Verkauf eines grossen Aktienpakets durch den Konzernchef hat am Mittwoch den Kurs des Backwarenherstellers Aryzta einbrechen lassen. Die Aktie büsste büsste in der ersten Handelsstunde rund 10 Prozent ein. Bereits in den beiden Vortagen war das Papier abgestürzt.

Aryzta-Chef Owen Killian verkaufte in den vergangenen beiden Tagen 427'250 Aktien des Unternehmens, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das entspricht auf Basis der Ende des Geschäftsjahres 2014/15 ausgewiesenen Gesamtanzahl der Aktien knapp 0,5 Prozent des Aktienkapitals. Killian besitzt nun noch 216'530 Aryzta-Aktien.

Bedauern beim CEO

Er bedaure, dass er die Aktien zu diesem Zeitpunkt veräussert habe, schob Kilian in einer Stellungnahme zur Mitteilung des Unternehmens nach.

Der Entscheid zum Verkauf der Aktien sei durch die Kursschwäche der Aktien ausgelöst worden. Die Entscheidung stehe nicht in Zusammenhang mit seinem Vertrauen in die Firma und der Erreichbarkeit der Ziele, schreibt Killian weiter.

Vertrauensverlust und viele Fragezeichen

Am Dienstag gingen die Papiere von Aryzta mit einem Minus von rund 5 Prozent aus dem Handel, nachdem sie bereits am Vortag nach der Vorlage von Resultaten 12 Prozent eingebüsst hatten. Mit dem neuen Jahrestief von 40,53 Franken büssten sie bis Dienstag in gut einem Jahr 47 Prozent ein.

Der Markt setzte damit ein Fragezeichen hinter die Ziele des Unternehmens für das laufende Jahr. Die kommenden 12 Monate würden für Aryzta vor dem Hintergrund der hohen Verschuldung und der hohen Goodwillposition sehr entscheidend sein, schreibt die ZKB in einem Kommentar.

Hohe Risiken

Im laufenden Kalenderjahr würden 10 bis 12 Prozent des Umsatzes zur Erneuerung anstehen. Aryzta müsse es trotzdem gelingen den Geldzufluss und die organische Umsatzentwicklung zu stabilisieren. Trotz der starken Kurskorrektur raten die ZKB-Experten von Käufen der Aktien ab, da die Risiken sehr hoch seien.

(awp/ise/chb)

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