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Logistik
Ceva lehnt Milliarden-Übernahmeangebot ab

Ceva-Flagge vor Hauptsitz
Ceva: Flagge vor Sitz.Quelle: ZVG

Der Logistikkonzern hat eine Offerte über 1,5 Milliarden Franken abgelehnt. Wer der Bieter war, ist bisher noch unbekannt.

Veröffentlicht am 11.10.2018

Der Schweizer Logistikkonzern Ceva Logistics hat ein 1,5 Milliarden Franken schweres Übernahmeangebot erhalten. Der Verwaltungsrat des Unternehmens halte dieses jedoch für unterbewertet und lehne es daher ab, teilte Ceva am Donnerstag mit.

Der bislang unbekannte Bieter offeriert 27,75 Franken je Aktie. Das entspricht einer Prämie von 50 Prozent auf den jüngsten Schlusskurs von 18,42 Franken. An der Börse sorgte die Nachricht für Furore: Vor dem offiziellen Handelsstart legte die Ceva-Aktie knapp 13 Prozent zu.

«Deutlich unterbewertet»

Dennoch liege das Angebot nicht im besten Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, erklärte das Unternehmen. «Insbesondere kam der Verwaltungsrat zu dem Schluss, dass das Angebot die Aussichten von Ceva Logistics als eigenständiges Unternehmen deutlich unterbewertet.» Das Kontrollgremium wolle sich daher nicht auf die Offerte einlassen.

Rückendeckung erhielt die Ceva-Führung vom Grossaktionär - dem französischen Schifffahrtskonzern CMA CGM: Dieser kann seine Beteiligung an Ceva nun per sofort von aktuell 24,99 Prozent auf bis zu ein Drittel der Stimmrechte aufstocken. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen wurde angepasst. CMA CGM erklärte in einer Mitteilung, eine höhere Beteiligung ins Auge zu fassen, um Ceva die nötige Stabilität für den Firmenumbau zu geben.

Schwacher Börsengang im Mai

Ceva ist erst seit Mai an der Schweizer Börse. Damals wurden die Aktien zu 27,50 Franken ausgegeben. Sie verloren danach jedoch deutlich an Wert. Der Güterspediteur und Betreiber von Lagerhäusern hat eine jahrelange Sanierung einschliesslich einer Umwandlung von Schulden in Eigenkapital und eines Management-Wechsels hinter sich. Vor dem Börsengang wurde Ceva vom US-Finanzinvestor Apollo kontrolliert.

(reuters/gku)

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