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Wachstum
China-Daten geben Asiens Börsen Schub

Shanghai: Politik sorgt für Unruhe, Zahlen für Optimismus. Keystone

Die Börsen in Asien wurden zunächst von der Furcht vor mehr staatlicher Kontrolle in China ins Minus gezogen. Starke Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte sorgten danach indes für eine Aufholjagd.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Überraschend gute Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Börsen am Montag in Schwung gebracht. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. In Japan blieben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

In China hatte zunächst die Nachricht für Unruhe gesorgt, dass Präsident Xi Jinping einen Regierungsausschuss schaffen will, der die Überwachung des Finanzmarktes koordinieren soll. Anleger befürchteten eine stärkere staatliche Kontrolle.

Aufholjagd in China

Der Leitindex CSI 300 und der Shanghai Composite verloren zum Handelsauftakt zwei Prozent, grenzten die Verluste gegen Ende aber wieder ein und notierten 0,3 beziehungsweise 0,6 Prozent im Minus. Der Hongkonger Hang-Seng-Index stieg um 0,6 Prozent.

Für einen positiven Impuls sorgten die chinesischen Konjunkturzahlen. Demnach ist die Wirtschaft im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als von Experten vorhergesagt. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent zu. Das entspricht dem Wachstum des Vorquartals, während Analysten einen leichten Rückgang auf 6,8 Prozent erwartet hatten.

Ölpreis höher

Am Devisenmakt in Fernost lag der Euro zum Dollar kaum verändert bei 1,1459 Dollar. In japanischer Währung wurde der Dollar mit 112,64 Yen gehandelt nach 112,50 Yen am Freitag.

Der Ölpreis legte wegen geringerer US-Lagerbestände und der Erwartung einer höheren Nachfrage zu. US-Öl kostete 46,56 Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent wurde mit 48,93 Dollar gehandelt.

(sda/gku/mbü)

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