Eine kräftige Erholung der Börsen in China und die Hoffnung auf eine akzeptable Lösung im griechischen Schuldendrama haben den Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag kräftig angeschoben. Der Leitindex SMI stieg um 1,5 Prozent auf 8985 Punkte. Vorübergehend überwand der Leitindex die charttechnisch und psychologisch wichtige 9000er-Marke.

Mit Ausnahme von ABB legten alle Standardwerte zu. Erneut waren die schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche mit Kurszuwächsen von 1,4 und 1,9 Prozent die stärkste Marktstütze. Das dritte Index-Schwergewicht Nestlé legte 1,3 Prozent zu.

UBS an der SMI-Spitze

Die Aktien der Banken machten die Vortagesverluste mehr als wett. Credit Suisse zogen 1,4 Prozent an. UBS stiegen um 2,8 Prozent uns setzten sich damit an die Spitze der SMI-Wert. Julius Bär rückten 1,9 Prozent vor. Auch Versicherungstitel tendierten fester, Swiss Re stiegen um 0,9 und Zurich gewannen 1,9 Prozent.

Die zuletzt unter Abgabedruck stehenden Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch wurden um 1,8 und 2,0 Prozent höher gehandelt.

Goldman Sachs schreibt ABB ab

ABB schlossen mit 19,15 Franken auf dem Vortagesniveau. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 15,50 von 15,70 Franken gesenkt und die Verkaufsempfehlung bestätigt.

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Am breiten Markt stiegen Valora um 5,2 Prozent. Der Chef des Kioskbetreibers, Michael Müller, hat die Ertrags- und Dividendenziele in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP bekräftigt. Kudelski schossen 7,3 Prozent auf 13,90 Franken hoch. Die Aktien des TV-Verschlüsselungsspezialisten seien aus einem Abwärtskanal ausgebrochen, sagte ein Händler. Dabei könnte die Kurszielerhöhung auf 13,50 von 12,00 Franken durch die UBS geholfen haben.

(reuters/ise/me)