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China erwägt Zwangspause für Börsengänge

Börse in Shanghai: Die Aufsicht erwägt offenbar eine Zwangspause für IPOs. Keystone

Die chinesischen Aktienkurse sind in den letzten Tagen in den Keller gerasselt. Um der Verlustwelle zu begegnen, erwägt die Börsenaufsicht offenbar, IPOs auszusetzen.

Veröffentlicht am 29.06.2015

Chinas Börsenaufseher erwägen offenbar, Börsengänge auszusetzen. Der Schritt solle die Welle von Kursverlusten an den Aktienmärkten bremsen, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen.

Chinas Kommission für die Wertpapieraufsicht (CSRC) habe für Montagnachmittag (Ortszeit) eine Besprechung mit grösseren Broker-Häusern anberaumt, sagte eine weitere Person, ohne Einzelheiten zur Tagesordnung zu nennen. Die Personen baten um Anonymität, da die Überlegungen der Aufsicht nicht öffentlich seien. Ein Vertreter der CSRC reagierte nicht umgehend auf ein Auskunftsersuchen per Fax.

Zusätzlicher Schritt

Jegliche Massnahme der CSRC wäre ein zusätzlicher Schritt zur Zinssenkung der Notenbank, die am Wochenende erfolgt war. Einige Analysten sahen darin einen Schritt, die Verluste zu begrenzen, welche Chinas Aktienmärkte in einen Bärenmarkt gedrückt haben.

Am Montag verlor der Shanghai Composite Index 3,3 Prozent. Seit dem Hoch am 12. Juni hat der Index über 22 Prozent nachgegeben. Mit einer Zwangspause für Börsengänge würden Geldflüsse in neu platzierte Aktien unterbunden. Die Zeichnung von 28 in Vorbereitung befindlichen IPOs auf dem chinesischen Festland könnte bis zu 4,03 Billionen Yuan (587 Millionen Euro) ab Anfang Juli binden, gemäss einer Schätzung von sechs von Bloomberg befragten Analysten.

(bloomberg/ise/hon)

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