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Devisen
China nimmt sich Yuan-Spekulanten zur Brust

Wechselstube in Hongkong: China will Währungs-Spekulationen in den Griff kriegen. Bloomberg

In der Volksrepublik sollen die Wetten auf eine Abwertung der eigenen Währung teurer werden. Eine neue Regelung will die Regierung bald möglichst einführen.

Veröffentlicht am 01.09.2015

Die Notenbank Chinas will einem Medienbericht zufolge gegen Spekulationen auf eine weiter fallende Landeswährung vorgehen. Geplant sei, Finanzwetten auf eine Abwertung des Yuan zu verteuern, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf mehrere mit der Sache vertraute Personen. Marktteilnehmer sollen demnach 20 Prozent der geplanten Verkäufe als unverzinsliche, einjährige Einlage vorhalten. Die Regelung solle am 15. Oktober in Kraft treten.

Die chinesische Notenbank, die den Wechselkurs des Yuan in Grenzen kontrolliert, hatte die Landeswährung am 11. August erstmals seit 20 Jahren abgewertet. An den Märkten wurde der Schritt überwiegend als Zeichen grosser wirtschaftlicher Probleme gedeutet. Die Börsen, insbesondere in China, haben seither stark gelitten. In den vergangenen Tagen wertete der Yuan aber wieder etwas auf, was auch auf Dollarverkäufe der chinesischen Notenbank zurückgeführt wurde. Dies vermindert die Devisenreserven des Landes, die mit rund 3,6 Billionen Dollar aber extrem hoch liegen.

(awp/dbe/ama)

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