Ein Rechenfehler über umgerechnet 148 Milliarden Euro von Chinas grösstem Wertpapierhändler Citic Securities hat die Aufseher auf den Plan gerufen. Wie die Branchenvereinigung SAC am Mittwoch mitteilte, setzte das Unternehmen bestimmte Finanzderivate um diese Summe zu hoch an.

Konkret geht es demnach um Aktientauschgeschäfte, die teils während des Börsencrashs im Sommer über die Bühne gingen. Das Volumen dieser Deals sei in mehreren Monatsberichten um mehr als eine Billion Yuan zu hoch angegeben worden.

Computerpanne nach Update

Die SAC, die unter Kontrolle der Wertpapieraufsicht steht, gab bekannt, die Angelegenheit weiter zu prüfen. Vorwürfe eines Fehlverhaltens an die Adresse von Citic gibt es bislang nicht. Der Broker führte den Irrtum auf eine Computerpanne zurück, nachdem die eigenen Systeme auf den neusten Stand gebracht wurden.

Auswirkungen auf die Geschäftsberichte habe dies nicht, sagte ein Citic-Sprecher. Die falsche Zahl sei lediglich in Statistiken für die Aufseher enthalten gewesen.

Spektakulärer Kursrutsch

Im Sommer hatte es an den chinesischen Aktienmärkten einen spektakulären Kursrutsch gegeben. Die Behörden untersuchen in diesem Zusammenhang, ob sich Wertpapierhändler etwas haben zuschulden kommen lassen.

(reuters/dbe/ama)