China will die Zügel am Aktienmarkt wieder länger lassen. Die Marktkräfte sollten künftig eine grössere Rolle spielen, teilte die Börsenaufsicht CSRC am Freitag mit. Das ist das erste Anzeichen dafür, dass die Regierung in Peking weniger stark in den Handel eingreifen könnte. Dennoch behalte sich die Aufsicht ein Einschreiten vor, um die Stabilität zu sichern und systemische Risiken zu vermeiden, hiess es weiter. Die staatliche Einrichtung, die angesichts der jüngsten Kursverluste Aktien gekauft und so einen noch stärkeren Absturz verhindert hatte, werde auch in den kommenden Jahren ihre stabilisierende Rolle spielen.

In China waren die Aktienkurse in den zwölf Monaten bis Juni um etwa 150 Prozent gestiegen, nur um dann wieder drastisch einzubrechen. Die Börsenaufsicht untersagte daraufhin Börsengänge, schritt gegen Leerverkäufe ein und stoppte den Handel mit manchen Aktien. Die CSRC liess offen, ob nun diese Schritte wieder rückgängig gemacht werden sollen.

(reuters/me)