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Chinas Staatsfonds setzt auf deutsche Wohnungen

Baustelle: In Deutschlands Wohnungsmarkt fliesst viel Geld aus China. keystone

Der chinesische Staatsfonds CIC hat eine riesige Investition in den deutschen Wohnungsmarkt getätigt. Deutsche Konkurrenten waren am Immobilienpaket auch interessiert, gingen aber leer aus.

Veröffentlicht am 21.10.2016

Der chinesische Staatsfonds CIC steigt Finanzkreisen zufolge in den deutschen Wohnungsmarkt ein. Ein fast 1,2 Milliarden Euro schweres Portfolio aus 16’000 Wohnungen geht an einen von der US-Investmentbank Morgan Stanley aufgelegten Fonds, wie der bisherige Eigentümer BGP Holdings mitteilte.

Mit Abstand grösster Investor in den geschlossenen Fonds sei CIC, sagten zwei mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Der Fonds stach damit unter anderem grosse börsennotierte Wohnungsgesellschaften wie Vonovia und Deutsche Wohnen aus, die sich ebenfalls für den Bestand interessiert hatten. CIC war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Begehrter Wohnungsmarkt

Ein Verkauf des BGP-Portfolios an die österreichische Conwert Immobilien war vor gut einem Jahr gescheitert. BGP hatte die Investmentbank Lazard mit dem Verkauf beauftragt, aber auch einen Börsengang für die Wohnungen geprüft. Sie liegen in Berlin, Kiel, Rendsburg und Köln. Grosse Wohnungsbestände, die zum Verkauf stehen, sind in Deutschland inzwischen Mangelware.

(awp/mbü/chb)

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