Die erste Fernsehdebatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump löste einen grossen Umschwung am Devisenmarkt aus. Den grössten Ausschlag gab es beim mexikanischen Peso: Vor der Debatte war die Währung auf ein Rekordtief abgesackt, aus Sorge, dass eine Präsidentschaft von Trump dem Handel schaden würde. Im Verlauf der Debatte setzte dann eine Rally des Peso ein. Das andere Extrem war der japanische Yen, der zusammen mit anderen «sicheren Häfen» seine anfänglichen Gewinne aufgab.

Auch die Börsen haben auf das TV-Duell reagiert. Die Märkte in Asien haben klar zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei drehte ins Plus und stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,5 Prozent auf 16.621 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,4 Prozent auf 1341 Zähler zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verbesserte sich um 0,5 Prozent. Die südkoreanische Börse in Seoul gewann 0,7 Prozent.

Clinton als Garant für Stabilität

«Die Märkte haben schon in der ersten Viertelstunde der Debatte auf einen Sieg von Clinton gesetzt», sagte Sean Callow, Analyst beim Broker Westpac. Für die Anleger habe offenbar die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die erste von drei TV-Debatten gewonnen.

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Clinton steht bei den Investoren für eine stabile Wirtschaftspolitik, während die Pläne ihres republikanischen Gegenspielers Donald Trump für Verunsicherung sorgen.

(sda/bloomberg/ise)