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Comeback: Griechenland zapft den Finanzmarkt an

Griechenland: Die finanzielle Situation hat sich verbessert. Keystone

Nach drei Jahren Pause gibt Griechenland erstmals wieder eine Staatsanleihe heraus. Für den Krisenstaat ist es aber lediglich ein Probelauf – noch steht das Land finanziell nicht auf eigenen Füssen.

Veröffentlicht am 24.07.2017

Rund ein Jahr vor Ende des dritten Rettungspakets wagt sich Griechenland zurück an den Kapitalmarkt. Nach dreijähriger Pause will der klamme Euro-Staat wieder eine Anleihe über fünf Jahre auflegen, wie die Regierung in Athen am Montag mitteilte. Sie beauftragte dafür ein Konsortium aus sechs Banken – Deutsche Bank, BNP Paribas, Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Goldman Sachs und HSBC.

Dazu solle es am frühen Nachmittag eine Telefonschaltkonferenz für weltweite Investoren geben, berichtete der Thomson-Reuters-Branchendienst IFR. Der Deal gilt als Testlauf, wie Griechenland nach dem Ende des Euro-Rettungsschirms finanziell auf eigenen Beinen stehen kann.

Erste Staatsanleihe seit 2014

Es ist die erste Schuldenaufnahme seit 2014, als Griechenland sich zwei Mal über den Kapitalmarkt Geld besorgte, bevor es wieder Finanzierungsprobleme gab. Zuletzt hatte auch der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, das Euro-Land gedrängt, die Rückkehr an den Finanzmarkt vorzubereiten. Das dritte Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro endet im August 2018.

Details zur neuen Fünf-Jahres-Anleihe sollen am Dienstag veröffentlicht werden. Zudem will Griechenland einen mit 4,75 Prozent verzinsten Fünf-Jahres-Bond mit der Laufzeit bis 2019 vorzeitig ablösen. Den Anlegern wird ein Rückkauf angeboten, Griechenland zahlt 102,6 Prozent des Nominalwertes in bar. Die Rendite des Papiers fiel nach der Ankündigung auf 3,42 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit der Emission 2014.

(reuters/mbü/ise)

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