Der Befreiungsschlag war nur von kurzer Dauer: Im Frühjahr hatte sich die Aktie der zweitgrössten deutschen Bank über die Marke von 2 Euro zurückgearbeitet - seither geht es für das Papier der Commerzbank nur bergab.

Nach der Vorlage der Quartalszahlen in der vergangenen Woche gab es durchs Band erneut lange Gesichter: Negativen Analysten-Kommentaren folgten zahlreiche Preisabstufungen. Heute nun senkt auch Barclays-Analyst Kiri Viajayrajah das Kursziel auf 1.10 Euro. Dies würde einem neuen Allzeittief der Aktie entsprechen.

Bereits gestern sorgte Philipp Hässler von Equinet für Gesprächsstoff in der Branche: Er hatte das Kursziel von 2.50 kurzerhand auf 1.20 Euro halbiert. «Positive Impulsgeber sind nicht auszumachen», kommentierte er. Aufgrund der Eurokrise rechnet Hässler mit anhaltend schwachen Quartalszahlen.

Ohnehin ist die für gewöhnlich Optimismus verbreitende Analystengilde punkto Commerzbank-Aktie sehr skeptisch: Nur gerade 6 der 35 von «Bloomberg» erfassten Banker empfehlen die Aktie zum Kauf - dagegen liegt das durchschnittliche Kursziel mit 1.54 Euro hoch. Aktuell notiert die Aktie in Frankfurt bei knapp 1.20 Euro.

(vs/tno)

Bildergalerie: Krisengeplagt - und teilverstaatlicht 

Krisengeplagt und teilverstaatlicht - die Commerzbank

Commerzbank
Commerzbank
1|7

Bank mit Historie: Die Geschichte der Commerzbank beginnt im Jahr 1870, als Kaufleute, Merchantbanker und Privatbankiers die «Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg» gründen (hier das Hamburger Stammhaus 1885). Das Drama um die Commerzbank dagegen beginnt ... (Bild: Commerzbank)

Anzeige