Gleich 13 Unternehmen präsentierten am Donnerstag vorbörslich Zahlen, von denen vier im SMI vertreten sind. Und die Zahlen überzeugen grösstenteils, die Schweizer Börse startet denn auch stark in den Handel.

Der SMI steigt bis 13.00 Uhr um 1 Prozent. Kaum ein Titel verliert an Wert – ausser Syngenta.

Credit Suisse an der Spitze

Die deutlichsten Avancen weisen Credit Suisse auf: Die Titel steigen um 6,8 Prozent. Die Grossbank hat im zweiten Quartal 2015 deutlich mehr Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Die Bank sei weiterhin auf gutem Weg, die Ziele zu erreichen, die man sich für das Jahresende gesetzt habe, hiess es zudem.

Mit Blick in die Zukunft kündigte der neue CEO Tidjane Thiam bis Ende des Jahres eine Strategie an, die auf profitables und nachhaltiges Wachstum ausgelegt ist und die Bank widerstandsfähiger machen soll.

ABB überzeugt Börsianer

ABB-Aktien legen mehr als 2,6 Prozent zu, das Tageshoch liegt aber bei fast 4 Prozent. Das Unternehmen hat die Erwartungen der Analysten beim Auftragseingang zwar leicht verfehlt, beim Umsatz und den Gewinnziffern hingegen etwas übertroffen.

Anzeige

Zum Ausblick hiess es, dass die makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen auf ein uneinheitliches Szenario mit zunehmenden Unsicherheiten hinweisen würden. Die langfristigen Aussichten zur Nachfrage blieben in den wichtigsten Kundensegmenten indes positiv.

Roche klar im Plus

Die Papiere des Pharmaschwergewichts Roche avancieren um über 1,2 Prozent. Das vom Basler Pharmakonzern für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015 veröffentlichte Ergebnis liegt sowohl beim Umsatz als auch auf den Stufen Kern-EBIT und Kern-Reingewinn über den jeweiligen Konsensschätzungen.

In Anbetracht des schwierigen Währungsumfelds bezeichnen Analysten die Umsatzentwicklung der ersten sechs Monate als sehr solide. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen seine bisherigen Jahresprognosen.

Wenig Bewegung bei Syngenta

Syngenta-Aktien bilden den Schwanz des SMI: Die Titel sind 1,9 Prozent im Minus. Der Konzern hat im ersten Halbjahr 2015 zwar deutlich weniger umgesetzt und verdient, die Erwartungen des Marktes aber leicht übertroffen. «Aber bei Syngenta interessiert mehr, was der Konzern im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von Syngenta zu tun gedenkt», sagte der Händler. In der offiziellen Mitteilung hat der Basler Agrochemiekonzern zwar kein Wort zu Monsanto verloren. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt CEO Mike Mack aber den Widerstand gegen Monsanto.

«Wir brauchen keinen Plan B», sagte er. «Syngenta ist nicht derjenige, der ein Problem hat.» Er lehne restlos jegliche Andeutungen ab, dass das Unternehmen in irgendeiner Weise unvollständig sei. Mack sagte, der Vorstand habe mit mehr als seinen Top-5-Investoren über die Offerte gesprochen und sehe sich in seiner Position bestärkt. «Sie unterstützen absolut den Kurs, den wir eingeschlagen haben.»

(awp/reuters/ise/me)