Die Credit Suisse hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Beim Reingewinn wurden die Markterwartungen allerdings nicht ganz erreicht.

Der Reingewinn kletterte auf 424 Millionen Franken nach 244 Millionen im Vorjahr. Die Erträge waren mit 4,89 Milliarden Franken allerdings etwas tiefer als im Vorjahr. Der Geschäftsaufwand sank um 8,5 Prozent auf 4,15 Milliarden Franken. Damit gibt die Bank gibt für jeden eingenommen Franken fast 84 Rappen aus.

Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Vorfeld mit einem Geschäftsertrag in der Höhe von 5,05 Milliarden, mit einem Geschäftsaufwand von 4,25 Milliarden und einem Reingewinn von 476 Millionen gerechnet.

Konzernchef Tidjane Thiam zeigte sich zufrieden mit den Fortschritten bei der Restrukturierung. Es sei der höchste bereinigte Gewinn in einem dritten Quartal seit 2014 gewesen, liess er sich in der Mitteilung zitieren.

Neugelder sprudeln

Im ersten und zweiten Quartal seien die Märkte im allgemeinen günstig gewesen und die Kundenaktivität hoch. Und: «Im dritten Quartal, das von deutlich schwierigeren Bedingungen und geringerer Kundenaktivität geprägt war, konnten wir die Widerstandsfähigkeit unseres neuen Geschäftsmodells unter Beweis stellen.»

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Der Bank flossen Nettoneugelder in Höhe von 16,6 Milliarden Franken zu verglichen mit 15,4 Milliarden im zweiten Quartal. Die verwalteten Vermögen wurden per Ende September mit 1'405 Milliarden Franken ausgewiesen und damit um 7 Milliarden höher als noch Ende Juni.

Die Monate Juli bis September 2018 seien in Sachen Kostenverbesserungen ein «grosses Quartal» gewesen, sagte er weiter. Das habe sich auch auf das Ergebnis ausgewirkt. Man habe die niedrigsten bereinigten Kosten in einem Quartal in den letzten fünf Jahren erreicht.

Damit sei die CS auf gutem Weg, das für Ende 2018 angestrebte Ziel einer bereinigten operativen Kostenbasis von unter 17 Milliarden Franken zu erreichen, hiess es von der Bank.

Seit Ende 2015 habe man kumulierte Netto-Kosteneinsparungen von 4 Milliarden Franken geschafft. Dies entspreche 96 Prozent der insgesamt angestrebten Kosteneinsparungen.

Vorsichtiger Ausblick

Mit Blick nach vorne zeigt sich die Grossbank vorsichtig. Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen in Bezug auf den Welthandel und der möglichen Auswirkungen der Änderungen in der Geldpolitik der Zentralbanken seien die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2018 nach wie vor positiv, hiess es.

Allerdings habe sich die Stimmung im dritten Quartal weiter eingetrübt. Man gehe auch von einer erneuten Verschlechterung im vierten Quartal aus.

(awp/reuters/mlo)