Paul Krugman, Princeton University:«Es ist wirklich nicht klar, was der Plan bedeutet. Zwar gibt es eine Interpretation, die ihn nicht so schlecht erscheinen lässt. Aber wer weiss, ob das die richtige Interpretation ist? Der Plan verdient immerhin Lob dafür, was nicht in ihm enthalten ist. So scheint darin keine Unterstützung für den massenhaften Aufkauf von toxischen Papieren zu Premiumpreisen vorgesehen zu sein. Ebenso scheinen darin keine Bürgschaften gegen private Verluste auf schlechte Vermögenswerte vorzukommen.»

Michael Feroli, JP Morgan Chase:«Eine grosse Enttäuschung. Der Plan greift einige der Ideen auf, die in den vergangenen Tagen durch die Medien gegeistert sind. Und er liefert einige kosmetische Umetikettierungen bereits bestehender Programme. Doch viele der fundamentalen Probleme, auf die im letzten Herbst bereits der damalige Finanzminister Paulson gestossen ist, bleiben ungelöst. Speziell die Frage, in welcher Weise die Banken von ihren problembelasteten Papieren befreit werden sollen, ist weiter offen.»

Paul Dales, Capital Economics:«Das Volumen und die Ausdehnung des Programms zeigen, dass die Regierung die Dimension des Problems erkannt hat. Und die Art der neuen Kapitalspritzen besitzt eine grössere Chance, den Kreditfluss wieder anzuregen, als jene, die wir in anderen Ländern sehen. Der neue Plan mag nicht perfekt sein, aber er verbessert die Chancen der US-Wirtschaft auf eine Erholung im Jahr 2010.»

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Marco Annunziata, UniCredit Group:«Die Enttäuschung der Märkte ist übertrieben und verweist mehr auf die unrealistisch hohen Erwartungen als auf die Schwäche in der vorgestellten Strategie. Geithners Plan klingt vernünftig, die Entschlossenheit der Regierung stärkt die Zuversicht, und das Bekenntnis zu Transparenz und direkten Hilfen für Unternehmen und Haushalte sollte die öffentliche und politische Unterstützung sicherstellen.»