Die asiatischen Börsen stehen im Zeichen der Aufholjagd an den US-Handelsplätzen und bleiben den zweiten Tag in Folge im Plus. In China stieg der wichtige Shanghai Composite Index um 1,45 Prozent auf 2969,74 Punkte, während der Shenzhen Component Index um 1,41 Prozent auf 10 041,10 Punkte zulegte. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, notierte 1,59 Prozent höher bei 1920,05 Punkten.

Auch in Japan geht es weiter bergauf: Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Aufschlag von 347,48 Punkten oder 1,89 Prozent beim Zwischenstand von 18 724,31 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich bis dahin um 38,52 Punkte oder 2,60 Prozent auf 1517,49 Zähler.

China schafft Stabilität

Am Montag und Dienstag rauschten die Indizes in China in die Tiefe. Mit ins Elend gezogen wurden zahlreiche andere Handelsplätze, allen voran der japanische Markt. Als Reaktion auf den Einbruch hatte die chinesische Zentralbank am Dienstag nach Handelsschluss zum fünften Mal in neun Monaten die Leitzinsen gesenkt und auch die Anforderungen für die Mindestreserven der Banken verringert, womit mehr Geld für Kredite zur Ankurbelung der Wirtschaft freigesetzt wird. Das hat bereits am Mittwoch dazu geführt, dass Börsianer in ruhigeren Gewässern schwimmten.

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Die jüngsten geldpolitischen Schritte könnten allerdings die Zinsmarge der Geschäftsbanken belasten, wie aus einem Bericht des Handelshauses Citic hervorgeht. Dabei haben Chinas Geldhäuser ohnehin damit zu kämpfen, dass das Kreditgeschäft immer weniger profitabel, dafür aber risikoreicher wird.

(awp/ise/me)