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Börse
DAX, Dow, MIB – wo der Ausbruch kurz bevorsteht

Dax-Frankfurt-Aktie-Investor
Börsenhändler in Frankfurt: Haben gut lachen.Quelle: Keystone

Charttechnisch orientierte Anleger sind oft auf der Gewinnerseite. Bei welchen Indizes es jetzt schnelle Steigerungen geben könnte.

Von Georg Pröbstl
am 23.02.2018

« Charttechnik ist eine Wissenschaft, die vergeblich sucht, was Wissen schafft», diese Erkenntnis von André Kostolany zählt zu den wenigen Sprüchen der Börsenlegende, die sich des öfteren widerlegen lassen. Denn das Problem mit Charts: Um so mehr Anleger sich daran orientieren, um so wahrscheinlicher wird daraus eine self-fullfilling-prophecy, eine sich selbst erfüllende Vorhersage.

Denn notiert eine Aktie oder ein Index an einer starken Unterstützung, an einem Widerstand oder einer Trendlinie im Chart, dann kann es von dort nach oben, nach unten oder in die jeweils erwartete Richtung gehen – es müssen nur ausreichend viele technisch orientierte Anleger daran glauben. Und aus dem Glauben wird dann Handeln und die Kurse steigen oder fallen wie prophezeit.

Schnell 100 Prozent Gewinn mit dem DAX…

Vor dem Hintergrund dieser Massenpsychologie, dem Herdenverhalten der Börsianer, wurde auch die letzte Empfehlung von «Indizes vor dem Ausbruch» der Redaktion von stocksDIGITAL Mitte März 2017 ein Volltreffer. Denn tatsächlich: Wie von uns prognostiziert, kam es in den vier Indizes DAX, EuroStoxx50, Nikkei225 und SMI schon bald danach zu deutlichen Kursgewinnen.

Mitte März 2017 notierte beispielsweise der DAX an der wichtigen psychologischen Marke von 12000 Punkten und schon zwei Monate später waren fast 13000 Indexzähler erreicht. Das brachte dann ein schnelles Plus von rund sechs Prozent. Der empfohlene Call (ISIN: CH0345418468) auf den DAX hatte sich dabei im selben Zeitraum fast verdoppelt.

… und rasante Steigerungen im Nikkei

Noch weiter ging es sogar im EuroStoxx 50 nach oben. Vor einem Jahr notierten die 50 grössten Blue Chips im Euro-Raum knapp unter der psychologischen Marke von 3500 Punkten und dann auch noch an der oberen Begrenzungslinie des Aufwärtstrends. Nach dem Fall dieser beiden Hürden zog es den Index gleich um rund acht Prozent nach oben.

Im Nikkei225 hatte sich zwar der erwartete Ausbruch über die 20000-Punkte-Marke um einige Monate verzögert, doch dafür kam es dann zur fulminanten Rallye mit Kurssteigerungen der Börse Tokio um 20 Prozent.

SMI – Vorsicht ist jetzt angesagt…

Und auch die Prognose aufgrund der Charttechnik des SMI erfüllte sich: Die obere Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrends bei 8700 Punkte wurde rasch übersprungen und dann ging es mit den Schweizerischen Standardwerten wie erwartet auf über 9000 Punkte nach oben.

Und jetzt? Was rät die Charttechnik jetzt? Die ist im SMI derzeit nicht unbedingt erfreulich. Denn vom Allzeithoch im Januar ging es nicht weiter nach oben. Dort lag aber bereits der Kursrekord aus 2007 und 2015, es gab damit keinen Ausbruch, sondern eben eher ein Fehlsignal. Denn von diesem Höchst-Level hat der Index jetzt deutlich korrigiert. Langsam aber sicher bildet sich da ein Doppeltop heraus und das deutet auf eine – aus Sicht der Charttechniker – Trendwende hin.

… Anleger arbeiten mit Stopp loss

Fällt der SMI auf die Unterstützung im Bereich von etwa 7600 Punkten, könnten das charttechnisch orientierte Anleger als Verkaufssignal deuten und das könnte dann erneut zur self-fullfilling-prophecy mit weiteren Kursverlusten werden. Vorsichtige Anleger platzieren deshalb etwa auf der Hälfte der Strecke von der Unterstützung bis zum Kursrekord vom Januar einen Stopp loss, also bei etwa 8600 Punkten.

Der SMI rät damit aus charttechnischer Sicht im Moment nicht unbedingt zum Einstieg. Aber im Ausland gibt es eine Reihe von Indizes, die vielversprechend sind.

DAX & Dow – auf Rebound und den Ausbruch setzen

Während es auch im EuroStoxx 50 derzeit nicht so rosig aussieht, hat der DAX nach der Korrektur Anfang Februar jetzt die Unterstützung bei etwa 12000 Punkten wieder erreicht und auch die 200-Tage-Linie ist zum Greifen nah. Mit dem Index könnte es jetzt ganz schnell wieder nach oben gehen. Läuft der DAX dann wieder in Richtung 13000 Punkte verspricht ein Call (ISIN: CH0345418757, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 11463,46 Punkte) bei aktuell 13er-Hebel weit überproportionale Kursgewinne.

Auch der Dow Jones könnte ganz schnell wieder nach oben durchstarten. Nach dem Kursrückschlag im Januar und Februar hat der weltweite Leitindex wieder gedreht und vor einigen Tagen bereits die 100-Tage-Linie nach oben durchbrochen. Jetzt ist die 38-Tage-Linie ebenfalls fast erreicht. Fällt diese Marke, könnte das dem Index neuen Schub bringen in Richtung Allzeithoch. Um von einer erneuten Rekordjagd im Dow Jones besonders zu profitieren, greifen Anleger auch hier zum vergleichsweise riskanteren Call mit relativ hohem 13er-Hebel (ISIN: CH0385578718, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 23251,12 Punkte). Schwingt sich die Fieberkurve der Wall Street wieder in den Bereich ihres bisherigen Allzeithochs, verspricht der Call ein Plus von etwa 75 Prozent.

TecDAX und MIB – Call und Faktor-Zertifikat versprechen hohe Gewinne

Schnelle Kursgewinne könnten auch im TecDAX drin sein. Die 30 grössten deutschen Technologiewerte haben die Kursdelle der letzten Wochen schon fast wieder komplett ausgebügelt und der Index notiert jetzt am Widerstand bei rund 2600 Punkten. Fällt die Marke, könnte das Allzeithoch vom Januar bei 2705 Indexzählern ganz schnell drin sein. Ein Call mit 9er-Hebel (ISIN: DE000UV3ZH24, Laufzeit endlos, Basis und Knock-out jeweils 2326,2738 Punkte, Bezugsverhältnis 100:1) können sich dann auf Gewinne von etwa 40 Prozent einstellen.

Für spekulationsfreudige Anleger seit auch noch der FTSE MIB erwähnt. Durch den Rücksetzer vom Zweijahreshoch in den letzten Wochen ist Italiens Leitindex wieder im Bereich der starken Unterstützung bei rund 22'000 Punkten gelandet.

Knapp darunter verläuft die 200-Tage-Linie. In wenigen Wochen – am 4. März – sind Parlamentswahlen im Land. Möglicherweise löst der Bürgerentscheid einen Rebound von der Linie aus. Ein Faktor-Zertifikat (ISIN: DE000VN61UL1, Laufzeit endlos) verspricht mit einem Multiplikator von zwölf schon die Verdopplung bei Wiedererreichen von knapp 24'000 Punkten.

 

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