Der Swiss Market Index (SMI) schloss bei 6`073 Punkten, was ein Plus von 0,86 Prozent bedeutet. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte ebenfalls 0,86 Prozent auf 968,66 Punkte zu und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,86 Prozent auf 5'513,89 Punkte. Das Erdbeben in Japan und seine Folgen bleiben dennoch das grosse Thema unter den Händlern.

Unter Druck geriet lediglich die Aktie des Genfer Warenprüfers SGS. Der Kurs tendierte zu Handelsbeginn über 4,5 Prozent schwächer als am Vortag, konnte sich aber danach wieder etwas fangen.

In Europa ging es mit den wichtigsten Indizes ebenfalls nach oben. So konnte der deutsche DAX zwischenzeitlich um über 2,7 Prozent und der europäische Index Stoxx 50 um 2,1 Prozent zulegen.

Auch die amerikanischen Börsen starteten freundlich in den Handelstag. Der Dow Jones Index lag nach wenigen Minuten bereits 1,2 Prozent im Plus, der Nasdaq Composite eröffnete 1,5 Prozent höher als am Mittwoch.

Verunsicherung wegen Japan

Trotz der Erholungstendenzen an den Börsen weltweit bleibt die Stimmung angespannt. Erneut kam es zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise.Im frühen Nachmittaghandel stieg der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf 112,96 Dollar, 2,36 Dollar mehr als noch am Mittwoch.

Der Grund: Die Händler sind verunsichert. Ölmarktteilnehmer könnten derzeit nicht einschätzen, welche Auswirkungen die Katastrophe in Japan und die gleichzeitigen Unruhen in der arabischen Welt haben, schreibt die Commerzbank.

Auch Börsenneulinge litten unter der Verunsicherung an den Märkten. Die chinesische Baugesellschaft Top Spring wagte den Börsengang (IPO) in Hongkong und musste sich prompt mit einem schwachen Emissionserlös begnügen.

Das am Freitag geplante Börsendebüt der Hafentochter von Hutchison Whampoa dürfte laut Händlern ebenfalls enttäuschend ausfallen.

Als Reaktion auf die Turbulenzen am Finanzmarkt werden Rufe nach einer zeitweiligen Schliessung der Tokioter Börse laut. Der Marktbetreiber wies dies aber zurück. (laf/cms/awp/sda)