Für in Schweizer Franken rechnende Anleger dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der Dollar wie bereits im Sommer 2007 auf pari sinkt. Allerdings ist hier laut den Währungsanalysten der UBS eher mit einer Wellenbewegung zu rechnen: Sie erwarten für Ende 2009 einen Wechselkurs von 1.13 Fr. zum Dollar und für das 3. Quartal 2010 Kurse um 97 Rp. für 1 Dollar. Der Grund für eine kurzfristige Dollarstärke liegt gemäss den UBS-Analysten in den hartnäckigen Gerüchten, wonach die SNB noch einmal massiv am Devisenmarkt intervenieren könnte.

Anders liegen die Verhältnisse bei einigen Ländern mit starker Rohstoffbasis und eigenen Währungen. So sind der südafrikanische Rand und der australische Dollar zum Franken in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegen. Und der kanadische Dollar sowie die norwegische Krone haben ihre Verluste gegenüber dem Franken, die sie im Oktober 2008 erlitten hatten, ebenfalls praktisch wieder ausgeglichen.

Drei Gründe für starken Rand

Für die Stärke des Rand gibt es drei Faktoren: Niedriges Leistungsbilanzdefizit, hoher Goldpreis und tiefere Dividendenabflüsse der einheimischen Firmen ins Ausland. Auch wenn fundamental viel für eine Fortsetzung der Rand-Stärke spricht, kann Tito Mboweni, Notenbankchef in Südafrika, durch eine Abwertung den Anlegern einen Strich durch die Rechnung machen. Australien ist von einer Rezession weitgehend verschont geblieben, und jetzt sorgen die rohstoffhungrigen Käufer aus China für stabile Preise. Hinzu kommt das Zinsniveau von 3%, was diese Währung auch wieder für Carry-Trades attraktiv macht. Kanadas Währung entwickelt sich einigermassen parallel zu den Rohstoffpreisen. Und die norwegische Krone stieg in diesem Jahr gegenüber dem Franken und dem Euro, weil hier der Rohöleffekt besonders stark ist. Notenbankchef Svein Gjedrem spricht bereits über weitere Zinserhöhungen.

Anzeige

Derivateanleger, die von den Preisveränderungen gegenüber dem Dollar profitieren möchten, finden gut 180 Hebelprodukte und 6 Garantiezertifikate alleine auf dieses Währungspaar. Zu den meistgehandelten Scheinen der letzten Tage zählen der Put USCHD sowie der Mini-Future in der Shortversion CHFMD. Calls wie SUSVA oder Mini-Futures-Long wie MUSDR waren ebenfalls gesucht.

CS-Devisenscheine für die Krone

Die norwegische Krone lässt sich über eine Serie von Devisenscheinen der Credit Suisse zusammen mit dem Euro gegenüber dem Dollar handeln. Ähnlich sieht es beim australischen Dollar aus, für den die Deutsche Bank ein Dutzend Calls und Puts zum Euro aufgelegt hat. Und für den südafrikanischen Rand sind von vier Emittenten in Deutschland zahlreiche Scheine auf den Wechselkurs zum Euro herausgebraucht worden. Damit sind auch Absicherungen möglich - für den Fall, dass sich der Rand-Kurs nicht so entwickelt, wie sich der Anleger das vorgestellt hatte.