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Devisen
Der Franken ist wieder auf Gleichstand zum Dollar

Der Franken verliert zum Dollar an Wert – der «Greenback» kostet aktuell gleich viel wie die Schweizer Währung. Zum Euro kann der Franken hingegen zulegen.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Der Franken hat zum Wochenschluss gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren. Erstmals seit Mitte Mai kostete ein Dollar gleich viel wie ein Franken. Händler begründeten den Anstieg der US-Devise mit den Spekulationen über die Nachfolge von Janet Yellen an der Spitze der US-Notenbank Fed. Es laufe alles auf eine Wahl zwischen den beiden Ökonomen Jerome Powell und John Taylor hinaus, die beide dem Lager der geldpolitischen Falken zugerechnet würden, kommentierte die Berner Valiant Bank.

Weiteren Schub könnte der Dollar zusätzlich von den am Nachmittag erwarteten US-Wachstumszahlen zum 3. Quartal 2017 erhalten. «Sollte die Wachstumsrate den Prognosen entsprechend ausfallen, dürfte dies die Zinshoffnungen stärken», schrieben die Analysten von Valiant.

Wertverlust zum Euro

Gegenüber dem Euro hat der Franken dagegen wieder etwas Boden gutgemacht und wurde zu 1,1625 Franken gehandelt. Am Donnerstag kostete die Einheitswährung mit 1,1710 Franken so viel wie seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken im Januar 2015 nicht mehr. «Das sind Gewinnmitnahmen. EZB-Chef Mario Draghi hat am Vortag wie erwartet geliefert», sagte ein Händler. Die EZB will die umstrittenen Anleihenkäufe zur Stimulierung der Konjunktur zwar bis Ende September 2018 verlängern, das monatliche Kaufvolumen des Programms aber ab Januar auf 30 Milliarden Euro halbieren.

(reuters/mbü)

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