Die Aktionäre des Bauausrüstungs- und Technologiekonzerns wurden an der Generalversammlung vom 17. April mit weitreichenden Neuigkeiten konfrontiert. Der bisher übermächtige Verwaltungsratspräsident, CEO und Mehrheitsaktionär, Edgar Oehler, verkündete, er werde sich innerhalb eines Jahres auf die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten konzentrieren.

Noch wichtiger für die Börse: Der Patron wird auch auf seine bisherige Stimmenmehrheit (von rund 64%) verzichten und damit «den Weg für eine breitere Streuung der Verantwortung frei machen», so Oehler. Arbonia Forster will allerdings auf die vorgesehene Ausschüttung der Dividende verzichten. Damit können rund 10 Mio Fr. eingespart werden: Der Verwaltungsrat setzt diese zur Reduktion der geplanten Kapitalerhöhung ein. Diese beläuft sich so auf 113 Mio Fr. statt 125 Mio Fr.

Publikum begrüsst Entscheide

Um die notwendigen Mittel für die Kapitalerhöhung zu beschaffen, wird eine Einheitsaktie eingeführt. Das Bezugsverhältnis für Inhaberaktionäre beträgt 8:1, das heisst, eine bisherige Inhaberaktie berechtigt zum Bezug von acht neuen Inhaberaktien zum Bezugspreis von je 7 Fr. Eine bisherige Namenaktie berechtigt zum Bezug von fünf neuen Namenaktien zum Bezugspreis von je 1.40 Fr. und zum Bezug von 0,6 neuen Inhaberaktien zum Bezugspreis von je 7 Fr.

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Die Aktien von Arbonia Forster haben auf die Neuigkeiten positiv reagiert: Sie kletterten um 8% - ein seltenes Bild für die jüngst wenig erfolgsverwöhnten Anleger. Seit Jahresbeginn haben die Titel um über 35% an Wert eingebüsst. Analysten empfehlen, den Titel vorerst zu halten.