Die Goldhysterie ist vorerst verflogen. Die Starinvestoren George Soros und Louis Moore Bacon haben ihre Positionen an börsengehandelten Goldprodukten im vierten Quartal 2012 reduziert. Zahlreiche Finanzinvestoren weltweit handelten ebenso.

Verkäufe auch bei den Exchange Traded Funds (ETF) auf Gold, die mit physischem Edelmetall abgesichert sind: «Seit Jahresanfang wurden die ETF-Goldbestände um gut 110 Tonnen reduziert», sagt USB-Rohstoffexperte Giovanni Staunovo in der aktuellen «Handelszeitung». Zudem seien seit Oktober 2012 insgesamt 340 Tonnen Gold-Futures-Positionen aufgelöst worden.

Das Edelmetall hat seit fünf Monaten in Folge an Wert verloren und dürfte den Februar mit einem Verlust von 4 Prozent beenden. Am Donnerstagmittag notierte die Feinunze Gold 0,5 Prozent niedriger bei 1589 Dollar. «Der Markt hat sich vom Gold abgewendet. Es wurde eine Korrekturphase eingeläutet», sagt Christoph Eibl, Leiter der auf Rohstoffinvestments spezialisierten Tiberius Asset Management.

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Noch sind aber nicht alle Experten vom Ende der Goldrally überzeugt. Catherine Raw, Goldexpertin beim Vermögensverwalter Black Rock, geht etwa davon aus, dass wachsende Wirtschaft und steigende Einkommen in China dazu führen werden, dass die Nachfrage in dem wichtigen Goldmarkt weiterhin zulegt und den Goldpreis stützt.

Dies sind Auszüge aus dem Artikel «Fehlende Anziehungskraft» aus der aktuellen Ausgabe der «Handelszeitung». Im Print-Text finden Sie unter anderem die Gründe für den sinkenden Goldpreis, weitere Argumente gegen ein Ende der Rally und Tipps für verunsicherte Privatanleger. Ausserdem liefert die «Handelszeitung» Hintergründe zur Goldförderung und Informationen zu Anlagemöglichkeiten: