Die US-Verbraucher sparen überall. Auch bei Computerzubehör geben sie teilweise deutlich weniger aus, wie aus den Daten der Marktforschungsfirma NPD hervorgeht, die in nordamerikanischen Geschäften die Absatzzahlen erhebt.

Die jüngsten Zahlen weisen auf einen abschwächenden Verkauf von Computerzubehör und auf einen Rückgang bei iPods und MP3-Musikplayer um 9% hin. Für einen möglichen Umsatzeinbruch beim Computerzubehörhersteller Logitech gibt es aber noch mehr Hinweise. Der Chiphersteller Intel hat seine Umsatzerwartung um 15% reduziert, Dell verbuchte 1,2 Mrd Dollar weniger Quartalsumsatz als erwartet, und die US-Retailkette Best Buy setzte eine massive Umsatz- und Gewinnwarnung ab.

Was Weihnachten beschert

Diesem negativen Umfeld könne sich Logitech nicht entziehen, sagt Exane-Analyst Alexander Peterc. Logitech macht 37% ihres Umsatzes in den USA. Die Aktie war seit Jahresanfang zwar schon über 60% gefallen. Der Absturz könnte sich nun fortsetzen, denn anstelle eines Umsatzplus von 6 bis 8% für das Gesamtjahr ist gemäss Analysten noch ein Zuwachs zwischen 3 und 6% auf 2,44 Mrd Dollar zu erwarten.

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Implizit bedeutet das einen Einbruch im Weihnachtsgeschäft. Auch der Gewinn pro Aktie könnte mit 1 Dollar den Konsens von 1.24 Dollar verfehlen. «Trotz dieser Prognosen ist die Logitech-Aktie jetzt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12 moderat bewertet», sagt Peterc. Wenn für 2010 ein Umsatzplus von 6% erwartet wird, erscheint ein Preisziel von 18 Fr. angemessen.

Auch Berenberg-Analyst Tobias Fahrenholz hat Logitech auf «Halten» abgestuft und das Kursziel für die Aktie von 25 auf 19 Fr. reduziert.