Der jüngste Ölpreis-Rutsch hat am Donnerstag zu Kursverlusten an Asiens Aktienmärkten geführt. Dort standen vor allem Energiewerte unter Druck. Die Ölpreise erholten sich geringfügig, nachdem sie am Mittwoch um fünf Prozent auf das tiefste Niveau in diesem Jahr eingebrochen waren.

Auslöser war ein überraschend starker Anstieg der US-Reserven. Ausserdem wirkte an den Märkten der Februar-Bericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP nach, der auf eine glänzende Beschäftigungslage in den USA hindeutet. Für Analysten ist es daher nahezu sicher, dass die US-Notenbank (Fed) kommende Woche den Leitzins anheben wird. Diese Aussicht stützte den Dollar im Verhältnis zum Yen.

Nikkei-Index gewinnt leicht dazu

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor ein Prozent. In Tokio dagegen schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,3 Prozent höher auf 19'319 Punkten. Zu den Gewinnern zählten insbesondere Exportwerte, die von einem schwächeren Yen profitieren.

Im Blick stand zudem Toshiba mit einem Kursminus von 7,2 Prozent. Die amerikanische AKW-Problemsparte Westinghouse des angeschlagenen japanischen Industriekonzerns hat nach Informationen von Insidern Fachanwälte für Insolvenzrecht konsultiert. Die chinesische Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent tiefer. Am fernöstlichen Devisenmarkt stieg der Dollar leicht auf 114,48 Yen. Der Euro präsentierte sich wenig verändert mit 1,0535 Dollar.

(reuters/mbü/cfr)