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Umschwung
Der US-Budget-Deal lässt in Asien die Kurse steigen

Börse in Seoul: Der Leitindex schliesst mit einem Gewinn. Keystone

An den asiatischen Börsen hat sich die Stimmung aufgehellt. Besonders die Einigung im Streit über das US-Defizit verlieh den Kursen Auftrieb.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Eine überraschende Einigung im US-Etatstreit und nachlassende Spannungen in der Nordkorea-Krise haben am Donnerstag den Anlegern an den asiatischen Börsen Mut gemacht. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,2 Prozent höher bei 19'396 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent.

An den chinesischen Aktienmärkten kamen die grossen Indizes aber kaum vom Fleck. In Seoul atmeten die Anleger dagegen durch, der Leitindex legte über ein Prozent zu. Südkoreas Präsident Moon Jae In sagte, auf der Halbinsel werde es keinen Krieg geben. Sein russischer Kollege Wladimir Putin sieht in Washington den Wunsch, den Nordkorea-Konflikt zu entschärfen. «Die Ängste wegen Nordkorea sind zurückgegangen», sagte Marketingdirektor Gavin Parry von Parry International Trading in Hongkong.

Der US-Staatsbankrott ist abgewendet

Zudem einigten sich Präsident Donald Trump und der Kongress am Mittwoch auf eine Zwischenfinanzierung für die amerikanische Bundesregierung bis zum 15. Dezember, womit ein sogenannter «government shutdown» vermieden wird. «Das Thema wird die Märkte zwar noch im laufenden Jahr wieder einholen, aber erst einmal ist es vom Tisch und wir müssen uns darüber jetzt keine Gedanken machen», sagte Masahiro Ichikawa, Marktstratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management.

Derweil zeigten neue Daten, dass in Japan vor allem ausländische Investoren in der vergangenen Woche (zum 2. September) Aktien verkauft haben. Dies dürfte mit dem Anstieg des Yen zusammenhängen. Die Anleger fürchteten wohl, dass der Wechselkurs den japanischen Exportunternehmen schaden könnte, da ihre Waren auf dem Weltmarkt dadurch teurer werden.

(reuters/mbü)

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