Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutliche Verluste verbucht. Der SMI stand nach einem Atombombentest in Nordkorea am Wochenende unter Druck. Der weitere Atomtest Nordkoreas verunsichere die Anleger an den Finanzmärkten, ohne sie in Panik verfallen zu lassen, kommentierte ein Analyst.

In der Schweiz belasteten vor allem die Schwergewichte den Leitindex, während andere wichtige europäische Indizes weniger stark einbüssten. Zudem waren als sicher eingeschätzte Anlagehäfen wie Staatsanleihen und Gold gefragt. Am Devisenmarkt erhielten Währungen Zulauf, die als klassische Zufluchtsorte in unwägbaren Zeiten gelten. So fiel der Euro zum Schweizer Franken auf unter 1,14.

Novartis mit Abgaben

Der Swiss Market Index (SMI) büsste 0,86 Prozent auf 8864,46 Punkte ein. Er schaffte es nur kurzzeitig am Morgen über 8'900 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,82 Prozent auf 10'117,67 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen bis auf vier alle im Minus.

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Novartis (-1,0 Prozent) gaben deutlich ab, nachdem der langjährige Chef Joseph Jimenez von seinem Posten zurücktritt. Die beiden anderen Schwergewichte Nestle (-1,1 Prozent) und Roche (-0,6 Prozent) belasteten den SMI ebenfalls. Grösste Verlierer unter den Blue Chips waren indes Swatch (-2,2 Prozent). Auch Richemont (-1,5 Prozent) gaben deutlich ab.

Versicherungstitel mit Einbussen

Einbussen verzeichneten ausserdem die Versicherungstitel Swiss Life, Swiss Re (je -1,3 Prozent) und Bâloise (-1,2 Prozent). Letztere hatten in der Vorwoche nach Zahlen noch gut zugelegt. Auch Bankenwerte litten unter der eingetrübten Marktstimmung. So verloren Julius Bär (-1,7 Prozent) und CS (-1,2 Prozent) stärker, während UBS (-0,6 Prozent) sich etwas besser hielten.

Positiv stachen hingegen Clariant (+0,6 Prozent) heraus. Der designierte Konzernchef Peter Huntsman verbreite in gleich mehreren Interviews Optimismus in Bezug auf die Fusion mit Huntsman. Zulegen konnte zudem Aryzta (+0,3 Prozent) und ABB (+0,2 Prozent), während Adecco unverändert aus dem Handel gingen. Für Givaudan (-0,1 Prozent) hob Société Générale das Rating auf Hold.

(sda/cfr)