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Abtrennung
Deutsche Bank vor IPO der Vermögensverwaltung

Deutsche Bank: Vermögensverwaltung wird erst technisch abgetrennt. Keystone

Die Deutsche Bank bereitet die Abspaltung und den Börsengang der Sparte vor. Das Milliardenprojekt wird frühestens in der ersten Jahreshälfte 2018 umgesetzt. Bis dahin bleibt viel zu tun.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Die Deutsche Bank hat den Startschuss für den Börsengang ihrer Vermögensverwaltung gegeben. Das Institut habe am Montag andere Banken eingeladen, sich um entsprechende Beratungsmandate für das milliardenschwere Projekt zu bewerben, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Sprecher des Geldhauses wollte die Information nicht kommentieren.

Die Deutsche Bank will ihre Vermögensverwaltungssparte - Deutsche Asset Management - demnächst an die Börse bringen, erwartet wird dies frühestens in der ersten Jahreshälfte 2018. Die Mandatierung der begleitenden Banken ist einer der ersten Schritte auf diesem Weg. Üblicherweise dauert es von dem Zeitpunkt, zu dem die Berater bestimmt sind, bis zum Börsengang noch fünf bis sechs Monate. Geht man davon aus, dass die Auswahl der Institute nach einem Monat abgeschlossen ist, dann wäre ein Börsengang im April oder Mai realistisch.

Technische Abtrennung bis Ende Oktober

Derzeit ist die Bank noch damit beschäftigt, die Sparte vom restlichen Konzern technisch abzutrennen. Das dürfte sich noch bis Ende Oktober hinziehen. Die Vermögensverwaltung, zu der das Geschäft mit institutionellen Kunden sowie die Publikumsfonds-Marke DWS gehörden, wird von Analysten insgesamt mit rund acht Milliarden Euro bewertet. Schon mit dem Verkauf von 25 Prozent der Anteile liessen sich also bis zu zwei Milliarden erlösen.

Die Deutsche Bank hat ihre Vermögensverwaltung in den vergangenen Jahren umgebaut, nachdem der Verkauf einzelner Teile nicht geglückt war. Das verwaltete Vermögen liegt bei gut 700 Milliarden Euro. Als Haupteignerin würde die Bank auch nach einem erfolgreichen Gang aufs Parkett weiter die Hand auf dem Fonds-Vertriebsnetz halten.

(reuters/gku)

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