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Finanzspritze
Deutsche Börse investiert in Startup für E-Anleihenhandel

Deutsche Börse: Mit dem Startup sollen gemeinsame Produkte entwickelt werden. Keystone

10 Millionen Dollar steckt die Deutsche Börse in ein New Yorker Startup. An den Betreiber einer elektronischen Plattform für Anleihenhandel glauben auch George Soros und Paypal-Gründer Peter Thiel.

Veröffentlicht am 10.07.2017

Die Deutsche Börse investiert zehn Millionen Dollar in den Betreiber einer elektronischen Plattform für den Anleihenhandel. Der Frankfurter Börsenbetreiber gesellt sich damit zu Investoren wie den deutschstämmigen Paypal-Gründer Peter Thiel und die Anleger-Legende George Soros, die bereits Geld in die 2014 gegründete Startup-Firma namens Trumid aus New York gesteckt haben.

Die Finanzspritze aus Frankfurt solle die 28 Millionen Dollar ergänzen, die Trumid in diesem Jahr in einer Finanzierungsrunde erhalten hatte, teilten die Unternehmen am Montag mit. Daran hatte sich unter anderem die chinesische CreditEase beteiligt.

Wachstumsmarkt und Expansionspläne

Trumid will den Handel mit Unternehmensanleihen wieder in Schwung bringen, der seit der Finanzkrise zum Teil ausgetrocknet ist. Über die Plattform wurden allein im Juni Anleihen für etwa eine Milliarde Dollar gehandelt. «Trumid hat bereits seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, einen neuen transparenten, elektronischen und effizienten Marktplatz für Kredite und Anleihen in den USA anzubieten», sagte Deutsche-Börse-Vorstandsmitglied Hauke Stars. «Durch unser Investment erhalten wir tiefen Einblick in diesen sich rasch entwickelnden Markt.»

Das Startup, das nach eigenen Angaben rund 350 institutionelle Kunden hat, will nach Europa expandieren. In diesem Jahr hatte Trumid bereits den Rivalen Electronifie übernommen. Deutsche Börse und Trumid wollen gemeinsame Produkte und Dienstleistungen für den europäischen Markt entwickeln.

(reuters/jfr/mbü)

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